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Güstener Burg

Geschichte:
Der Name dieses Stadtteils von Jülich ist von der heiligen Justina abgeleitet. Sie ist die Patronin der kleinen karolingischen Kapelle, die schon in der Mitte des 9. Jh. zur Pfarre erhoben wurde. Ab 893 nannte man den Ort Justenne und ab 1369 Gusten.

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Der Vasall Rotgar erhielt als Geschenk von Graf Matfried von Jülich die Einkünfte der Kirche als Geschenk. Sein Nachfolger, Otbert, überließ die Kirche 865 der Abtei von Prüm. Die Zugehörigkeit zum Bereich Jülich und zu dem der Abtei von Prüm war Anlass zu fortwährenden Streitigkeiten. Rotgar und Otbert müssen ihrem Stand entsprechend auf einer Burg in Güsten gelebt haben. Zur Prümer Zeit setzte die Abtei für die weltliche Verwaltung einen Vogt ein, der ein ebenso repräsentatives Wohnhaus hatte. Später ging das Vogtrecht an die Jülicher, was erneute Reibereien gab.

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Das, was heute als Burg bezeichnet wird, hat seinen Ursprung jedoch nicht im Mittelalter, sondern ist ein Neubau aus der ersten Hälfte des 19. Jh., wenn auch angeblich auf älteren Fundamenten. Damals war sie im Besitz einer Familie Coenen und ab 1846 gehörte sie der Familie Bürsgens. Das letzte Familienmitglied verstarb 1956 und vererbte den Besitz an seinen Neffen, der es um 1980 an die Rheinbraun verkauft hat.

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Das Hauptwohnhaus, vor kurzem neu gestrichen, liegt mit seiner Schaufassade an der Johannesstraße. Etwas aus der Mitte verschoben, setzt ein kleiner Turm, der weit vor die Fassade tritt, einen deutlichen Akzent. Im ausgehenden 19. Jh. wurde er wesentlich verändert. Eine Tordurchfahrt im Erdgeschoss unter der markanten, von stark profilierten, teilweise gebogenen Gebälkstücken begrenzten Nische, wurde vermauert: Stattdessen wurde ein Fenster eingesetzt. Damals setzte man auch das oberste Geschoss mit den gekuppelten Fenstern auf. Der Klötzchenfries unterhalb des mehrteilig zurückspringenden Traufgesimses entspricht ganz den Vorstellungen des ausgehenden Historismus. Eingespannt ist er zwischen zwei kurze Ecklisenen, auf deren Vorderseiten kleine Ziegel im Verputz angedeutet sind. Die beiden unverzierten, schräg gestellten Wappenfelder passen zu einer Burg, sind aber durch die Tünche nicht deutlich zu erkennen.

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Die Fenster sitzen in regelmäßigen Achsen, haben Solbänke und Rahmen sowie Segmentbogenstürze mit Keilsteinen. Hinter dem Wohnhaus liegen die übrigen Wirtschaftsgebäude - größtenteils älter als das Wohnhaus -, teils in Backstein, teils in Fachwerk konstruiert.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Güsten, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burganlage ist von außen gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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