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Burg Gymnich in Nörvenich

Geschichte:
Nörvenich, zum Hoheitsgebiet der Jülicher gehörend, stieß ziemlich nahe an die Grenze zum Erzbistum Köln. Drei Burgen hat es hier gegeben, aber weniger aus Gründen der Verteidigung, sondern wegen verschiedener Erbteilungen. Reste der ältesten Burg wurden bei Grabungen 1984 entdeckt. 1081 wurde sie Noruenich genannt, lag am Ufer des Neffelbachs und gehörte zur Mitgift der Alverardis, die den Grafen Wilhelm von Jülich geheiratet hatte. Im Jahr 1293 wird ein gewisser Dieter von Nörvenich erwähnt, im 14. Jahrhundert ein Pithan von Nörvenich.

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Der Amtmann der Jülicher, Werner von Vlatten-Merode der Ältere, bewohnte die Wasserburg 1366 bis 1394. Die aus Haupt- und Vorburg bestehende zweiteilige Anlage vererbte er seinem Sohn Wilhelm. Um 1550 entstanden ein Zwinger und die beiden markanten seitlichen Rundtürme.

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Durch Heirat fiel der Besitz an Johann Otto von Gymnich. Seine Familie, die der Burg seinen Namen gab, konnte sich bis ins 19. Jahrhundert halten. Der reiche Domherr Kaspar Wilhelm von Gymnich gab den Auftrag zum Umbau der Anlage. Was einst für die Verteidigung gedacht war, wurde um 1723 ein barockes Schloss mit einem Ehrenhof. Die verschiedenen Rundtürme mit den Glockenhauben und die überaus reichen, reliefgeschmückten Erker weisen auf die ältere Stilrichtung, die Renaissance, hin.

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1980 erwarb die Familie Bodenstein das Anwesen und erweckte es aus seinem Dornröschenschlaf. Sie setzte sich nicht nur für die Instandsetzung der Baulichkeiten ein, sondern fand gleichzeitig auch eine neue Nutzung. Denn anstatt hier Eigentumswohnungen von sicherlich nobler Größe einzubauen, wurde ein Museum für Europäische Kunst eingerichtet. Es zeigt Werke der "Künstler des Goldenen Dreiecks" Salvador Dalí, Ernst Fuchs und Arno Brecker, dessen überlebensgroße Statuen heute den Zwinger bevölkern. Darüber hinaus kann der Rittersaal, den es natürlich in einem solchen Gebäude gibt, für Ausstellungen, Konzerte und private Feierlichkeiten angemietet werden.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gemeinde Nörvenich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burganlage ist von außen gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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