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Schloß Hambach

Geschichte:
Das Schloss, beziehungsweise das, was davon übrig geblieben ist, gehörte neben der Zitadelle in Jülich zu den Werken des bedeutenden Baumeisters Pasqualini. Allerdings beginnt seine Geschichte schon wesentlich früher. Es müsste identisch sein mit "Hembag", einer Besitzung, die Graf Gerhard von Jülich 1317 bei einer gerichtlichen Verhandlung mit dem Kölner Erzbischof nennt. Wahrscheinlich ersetzte sie die so genannte "Alteburg", die 1278 von Erzbischof Siegfried von Westerburg zerstört worden war. In alten Rechnungsbüchern lässt sich nachlesen, wie hoch die Ausgaben für die Posten in dem Jagdschloss und den angrenzenden Tiergarten waren. 1512 brannte alles ab: Durch unvorsichtiges Hantieren beim Gießen von Geschützen hatte die Pulverkammer Feuer gefangen. 1538 erst war das nötige Geld für den Wiederaufbau vorhanden. Kaum fertig gestellt, wurde die Burg 1542 von den Niederländern eingeäschert.

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Ein zeitgenössischer Geschichtsschreiber berichtet Folgendes: "Anno 1548 haben ihre fürstliche Gnaden das verbrannte schloss Hambach wieder angefangen zu repariren und viel herrlicher und prächtiger, als es vor dem brandt gewesen, bauen lassen, wie auch ein grosser, schöner, verschlossener garten dabey gemacht und ein springender brunnen auf das schloss geleitet." Diese Arbeiten zogen sich bis 1563 hin.

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Im Jülich-Klevischen Erbfolgekrieg residierte hier der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, deshalb war das Schloss vor Zerstörung geschützt. Jan Wellem, der Düsseldorfer Kurfürst, nutzte Hambach neben Bensberg und Benrath als Lustschloss. 1760 residierte hier die Pfalzgräfin Francisca Christina, die Äbtissin der beiden Damenstifte in Essen und Thorn war. Zwanzig Jahre später sind die Bleidächer entfernt und die Möbel weggebracht worden, alles übrige war so baufällig, dass kein "ordentlicher" Wohnsitz mehr hergestellt werden konnte. Als Staatsbesitz von den Franzosen veräußert, erwarb es ein gewisser Herr Sonaninus und von diesem die Familie Claessen.

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Von dem prunkvollen Schloss Wilhelm des Reichen blieb nicht viel übrig. Bei dem Wohngebäude wurde das oberste Stockwerk abgebrochen, es verschwanden der Brunnen und auch die Loggia. Das landwirtschaftliche Gut wurde bei den Kämpfen des Zweiten Weltkrieges besonders hart getroffen. Der Wiederaufbau des linken der beiden Flügel dauert noch an. Jüngst hat man an einem der mächtigen Rundtürme, die einst die Ecken der Anlage schützte, das Efeu entfernt, bevor die Ranken das Mauerwerk beinahe gesprengt hätten.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Hambach, Gemeinde Niederzier, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad: Schloß Hambach liegt an der Schloßstraße am Ortsrand von Hambach. Die "Wasserburgen-Route" (Tour 3) wie auch die "Dürener Burgenrunde" (Etappe 3) führen unmittelbar am Schloss vorbei.

Anfahrt mit dem Auto: BAB A4 - Ausfahrt Düren, auf der B 56 in Richtung Jülich.
Oder A 44 - Ausfahrt Jülich-Koslar, über B 55 und B 56 in Richtung Düren.
Die B 56 in Krauthausen in Richtung Niederzier verlassen. Im Ort links abbiegen und auf der K 13 nach Hambach fahren. Von der Große Forststraße zweigt links die Schloßstraße ab.

Literatur:

Links:

Die Schloßanlage ist in Privatbesitz, von außen aber gut einsehbar.
Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.


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