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Haff'sche Burg in Nörvenich
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Haff'sche Burg

Geschichte:
Nach dem Tod von Werner Vlatten-Merode, um 1400, wurde dessen Besitz unter zwei Brüdern aufgeteilt. Der ältere, Wilhelm, erhielt den größeren Teil und die heute noch bestehende Gymnicher Burg. Für seinen jüngeren Bruder Werner blieb kein befestigtes Wohnhaus übrig. Er vergrößerte durch verschiedene Landkäufe seinen Besitz. Da er nur Töchter hatte, gingen die Ländereien zuerst an die Familie des Gerhard von Eynenberg und schließlich, im Jahre 1546, an Johann von Harff zu Geilenkirchen. Dieser ließ 1565 ein befestigtes Wohnhaus errichten, bis dahin hatte es nur einen großen landwirtschaftlichen Hof gegeben.

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Von der Familie von Harff, genauer gesagt von der Nebenlinie mit dem Namenszusatz "Dreiborn", stammte die Bezeichnung "Harff´sche Burg". Allerdings kam durch verschiedene Testamente Stück um Stück in jeweils andere Hände. Erst 1840 gelang es, alles wieder wie einst zusammenzufassen. Graf Maximilian von Wolff-Metternich zu Gymnich, der im benachbarten Schloss wohnte, kaufte Hof und Burghaus an. Seit 1880 wurde das Burghaus Harff nicht mehr bewohnt, und es verfiel allmählich. In den Jahren um 1905 stürzte der Dachstuhl ein, zerfielen Giebel und Mauern. Bäume und Büsche drängen sich bis an die Mauern der einst so stolzen Burg.

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Das zweigeschossige, rechteckige Wohnhaus, von dessen Treppengiebeln heute nichts mehr zu sehen ist, hat an seiner äußeren Ecke, zum heutigen Friedhof hin, einen mächtigen Rundturm. Im Vergleich zum übrigen Mauerwerk wirkt er ziemlich kompakt und abweisend, fast schon bedrohlich. Schlichte Gesimsbänder ziehen sich rundherum und schließen Haus und Turm zu einer Einheit zusammen. Noch erkennt man genau die großen, viergeteilten Fenster, die ebenfalls mit Hausteinen gerahmt sind. An einer der Schmalseiten sind noch Reste von einem Rechteckerker übrig geblieben. Zur Zeit der Erbauung war solch ein Erker zwar sehr kostspielig, aber ein unbedingtes Muss, um seinen gesellschaftlichen Stand zu zeigen.

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Auf der Seite, an dem heute der als Hof genutzte Komplex liegt, erkennt man einen kleinen runden Turm. In seinem Innern gab es eine teils aus Stein, teils aus Holz konstruierte Wendeltreppe. In jüngster Zeit wurde wenigstens dieser Turm mit einem neuen Haubendach versehen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gemeinde Nörvenich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burganlage ist von der Straße aus einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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