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Burg Holzheim

Geschichte:
Burg Holzheim liegt abseits der Hauptverkehrsstraße, die nach Heistern führt, so dass man leicht an ihr vorbeifährt. Eine Allee führt auf den von Feldern umgebenen Platz. Rechts liegt ein weiß gekalkter Ziegelsteinbau mit Mauerankern aus dem Jahre 1908; wahrscheinlich das ehemalige Wohnhaus des Pächters. Die Vorburg besteht aus drei schmalen rechteckigen Trakten mit den Wirtschaftsgebäuden, die einen nahezu quadratischen Hof umschließen. Schräg gegenüber des Torturmes liegt das rechteckige Herrenhaus, das in seinen Ursprüngen auf das 15. und 16. Jh. zurückgeht. Auf der Rückseite, zu den Feldern hin, steht, entsprechend der Vorburg auf der Vorderseite, ein so genannter Zwinger. Er ist etwa so alt wie das Herrenhaus. In die mäßig hohen Mauer aus Bruchstein sind an verschiedenen Stellen kleine Schießscharten eingefügt. Offensichtlich wurde der Zwinger zur Sicherung des Hauses erbaut. Mit einigem Abstand sind kleine Türme in die Mauer eingelassen. Später wurde der mittlere Turm in ein Gartenhäuschen umgestaltet, nach oben abgeschlossen mit einem flachen Kegeldach.

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Auch wenn bei den Flügelbauten der Vorburg die uralten Fundamentmauern weiter verwendet wurden, so hat man sie im 17. und 18. Jh. im Wesentlichen erneuert. Die grün-schwarz-weiß gestrichenen hölzernen Läden und vor allen Dingen der Zinnenkranz des Torturmes sollten den Betrachter jedoch aufmerken lassen. Sie passen zwar schön zu einer alten Burg, sind aber gerade mal einhundert Jahre alt. Seinerzeit, um genau zu sein im Jahr 1893, wurde Burg Holzheim nämlich modernisiert und zu einem landwirtschaftlichen Gut, das heute vor allem als Gestüt genutzt wird, ausgebaut. Es gehörte dem Rittergutsbesitzer Richard Schleicher, der im benachbarten "Gut Schönthal" residierte.

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Er war einer der letzten in der langen Reihe der Besitzer, die sich - trotz des häufigen Wechsels nach Heirat bzw. Verkauf - bis in die erste Hälfte des 14. Jh. zurückverfolgen lässt. 1333 wird als Besitzer ein Arnold von Bongart erwähnt, der in seinem Nachnamen den Zusatz "genannt Holzheim" führte. Diese Familie scheint jedoch nicht lange existiert zu haben, denn 1425 erhielt Johann von Ryne das Haus als Lehen. Wenige Jahre später gehörte Grund und Boden einem Wilhelm von Linzenich, dessen Tochter Johann von Schönroide heiratete und das Haus als Mitgift in die Ehe einbrachte. Diese aber haben 1470 alles an die Familie von Lülsdorf verkauft. Anna von Lülsdorf war mit Johann von Wittenhorst verheiratet, und sie ließen - nach Aussage ihrer Wappen - 1617 einen neuen Torturm erbauen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Heistern, Gemeinde Langerwehe, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz.


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