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Burg Jüngersdorf

Geschichte:
Es gibt Quellen, die den Vorgängerbau von Haus Jüngersdorf bis ins 7. Jh. datieren. Dabei ist die Geschichte wegen der uneinheitlichen Schreibweise, die im Mittelalter gehandhabt wurde, nicht eindeutig zu klären. "Guntersdorf" könnte gleichzeitig auch die Güter "Juntersdorf" bei Embken oder "Junkersdorf" bei Köln meinen.

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Erst um 1563 kann mit Sicherheit belegt werden, daß die Familie von Lövenich, die in der Gegend schon seit zwei Generationen ansässig war, mit dem Gut belehnt worden ist. Gut 100 Jahre später, nämlich in der Mitte des 17. Jh., fällt es durch die Hochzeit einer Tochter an die Familie von Wyhe. Ob sie nun Geld benötigt haben oder ob sie nicht genügend Angestellte fanden, um den Grund zu bewirtschaften, verkaufte die Familie das Gut 1762 an einen Hofrat namens Kramer. Dieser hat es an Freiherrn Balduin Franz Karl von Merode-Houffalize zu Frenz weiterverkauft. Er verstarb 1803, und Haus Jüngersdorf kam an seine Schwester Regina Petronella Franziska. Ohne direkte Nachkommen hat sie das Gut ihrem Rentmeister Graef vererbt, und auch diesem folgten noch eine ganze Reihe von Besitzern.

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Man kann mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß der auf allen vier Seiten von Gebäuden umgebene Hof eine ältere Anlage aus dem 15./16. Jh. gewesen ist. Die zu dieser Zeit üblichen Wassergräben wurden nach und nach zugeschüttet, sicherlich auch, um die dicken Grundmauern vor dem eindringenden Wasser zu schützen. Ein Teil des jüngeren Wohnhauses an der nordöstlichen Ecke steht auf einem alten Turm. Der Sockel besteht aus mächtigen Quadern, an der Nordseite sind vermauerte Schießscharten und alte mit einer Quersprosse geteilte Fenster schwach zu erkennen. Clemen beschreibt einen in das Mauerwerk integrierten Quaderstein, dessen römische Inschrift "Mercurio averno vicini v.v." schon um 1910 nur noch schlecht zu lesen war. Auch an der gegenüberliegenden Ecke, so kann man an ein paar Resten erkennen, muß ein fester steinerner Turm gestanden haben. Haus Jüngersdorf ist also nicht nur ein landwirtschaftlich genutztes Gut, sondern auch eine gut befestigte und sichere Unterkunft gewesen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Jüngersdorf, Gemeinde Langerwehe, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz.

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