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Schloß Kellenberg

Geschichte:
Das Schloss Kellenberg, ursprünglich eine Burg, gehörte gemäß der gefundenen Urkunden einem Zweig der Familie von Merode. Für einige Jahre lebte hier eine Familie von Quardt, von der es an die ursprünglichen Besitzer zurückübertragen wurde.

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Der älteste Teil, aus dem 14./15. Jahrhundert stammend, ist ein mächtiger dreigeschossiger Turm, der heute an der linken Seite hinter dem Haupttrakt zu finden ist. In den Formen der Spätgotik erbaut, ähnelt er mit seinem kubischen Aussehen und dem hohen Walmdach den Burghäusern in Burgau. An allen vier Ecken hat er so genannte Eckwarte, kleine, vorspringende Türmchen mit kleinen Haubendächern. Nachdem die Burg 1616 an den aus Gent kommenden Johann Carl von Utenhoven gelangt war, wechselte sie im Jahre 1638 nochmals ihren Besitzer. Für den stattlichen Preis von 25.000 Talern erwarb sie der bekannte Reitergeneral Jan van Werth. Doch er nutzte sie nicht selber, sondern stattete damit seine einzige Tochter Irmgard anlässlich ihrer Hochzeit mit Winand Hieronymus aus dem Geschlecht der Raitz von Frentz zu Schlenderhahn standesgemäß aus.

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Erst mit der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert wurde aus der ehemaligen Burg ein Schloss, ein repräsentativer Wohnsitz der Fürsten. Damals waren vier Gebäudeflügel mit kleinen Ecktürmen um den Binnenhof angeordnet. Weil man die ältere Bausubstanz, vor allem den Wohnturm, beibehielt, wurde es keine regelmäßige Anlage. Damals wurden die Fenster mit Blausteineinfassungen in die Hauptfassade gebrochen. Die Bauten bekamen mit Schiefer verkleidete Mansarddächer, auf die Türme wurden neue Haubendächer mit Laternen gesetzt.

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Die rückwärtige Hälfte mit zwei Rundtürmen wurde später abgerissen. Erst 1838/39 erreichte der Turm über dem Hauptzugang seine heutige Höhe. Auf das ältere Mauerwerk setzte man zwei neue Geschosse, deren Fassaden durch Blendnischen verziert sind. Um mehr Platz zum Wohnen zu bekommen, fügte man den innen liegenden Flur zu den Räumen hinzu, tragende Wände wurden dabei einfach entfernt. Im Obergeschoss des Wohnturms wurde eine "moderne" Kapelle im Stil der Neogotik eingebaut. Dem eigentlichen Schloss ist eine mächtige Vorburg vorgelagert.

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Mit der letzten weiblichen Erbin, Cunigunda, ging Schloss Kellenberg 1864 bei ihrer Heirat an die Familie der Grafen von Hoensbroich, deren Nachkommen es auch heute noch besitzen. Am 01. April 1992 wurden ein Großteil des Schlosses durch einen Brand zerstört. Es dauerte aber fast 8 Jahre bis mit Restaurierungsarbeiten begonnen werden konnte. Ob das Schloß aber in seiner ganzen Pracht wieder hergestellt wird, ist leider nicht abzusehen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Barmen, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
www.kellenberg.com/

Privatbesitz. Das Schloß ist nur vom Weg aus einzusehen.

Bitte respektieren Sie unbedingt die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.





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