hier anklicken
Zum Burgen-Archiv der Rheinischen Bucht

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Gut Köttenich
hier anklicken
Zum Dürener-Burgen-Archiv

Zurück
zum
Dürener
Burgen-Archiv
Burg Gut Köttenich

Geschichte:
Die Gegend war schon zu römischer Zeit besiedelt. Damals hatten sich Menschen an dem Kreuzungspunkt dreier Römerstraßen niedergelassen. Man weiß zwar nicht, ob irgendwann die Siedlung wieder verlassen worden ist, aber im Jahre 922 spricht eine Urkunde davon, dass hier ein Gut lag, das seine Erträge nach Köln an das St. Ursulastift abliefern musste. Im Laufe der Jahre tauschte das Stift seine Besitzungen; nun wurden die Kölner Domherren Berechtigte, und das blieb bis ins 17. Jh. hinein so. Sie vergaben die Bewirtschaftung, die so genannte Vogtei, an die Herren von Randerath. Auf die Randerather kamen wirtschaftliche Nöte zu, und sie traten ihre Rechte an die Fürsten von Jülich ab.

Logo Deutscher Mittelalterring

1433 schlossen die Jülicher mit den Bewohnern von Aldenhoven eine Übereinkunft: Sie wollten fortan auf die Geld- und Naturalienlieferungen verzichten, wenn sich die Aldenhovener dazu bereit erklären würden, die Siedlung mit einer Wall- und Maueranlage zu umgeben. Es dauerte, bis man die notwendigen Gelder zusammengebracht hatte, denn die alltägliche Arbeit der Männer, das Bebauen der Felder und das Einbringen der Ernte, ging schließlich auch weiter. 1469 wurde eine größere Anlage errichtet, im Wesentlichen bestehend aus einem von Wällen eingeschlossenen Gelände, das diagonal vom Merzbach durchflossen wurde. Den Zugang bildete ein großes Tor, das seitlich von zwei Türmen flankiert wurde, von denen einer noch erhalten ist.

Logo Deutscher Burgenring

Am Übergang der Straße Köln-Jülich-Aachen über den Merzbach lag die Burg, die entweder Sitz einer so genannten "Unterherrschaft" gewesen ist oder ein größeres Landgut war. Bisher hat sich die Forschung nicht näher mit dem Besitz befasst. Man kann daher nur annehmen, dass hier einst ein Vertreter des Landesherrn seinen Dienstgeschäften nachging. Einer dieser Beamten, der Hofrat und Schultheiß, Peter Theodor von Hallberg hat schließlich die Burg erworben, vielleicht in Anerkennung seiner Dienste. Er ließ an der heutigen Marktfestestraße 4 ein schlichtes, barockes Gebäude aus Ziegelsteinen errichten. Als Jahr der Erbauung gilt 1726, als weiteres Identifikationsmerkmal sein Wappen.

Logo Deutscher Mittelalterring

Schon bald nach der Erbauung sollten die Steine der Stadtbefestigung zur Sicherung der Städte Jülich, Euskirchen und Sittard verwendet werden, denn die Bürger waren arm und konnten hierfür nicht bezahlen. Aber dazu ist es nicht gekommen. Aldenhoven blieb sehr lange Festung, verfiel jedoch im 20. Jh. immer mehr. 1999 wurde auf der Burginsel ein Altenheim gebaut.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

Logo Deutscher Burgenring

Ortslage:
Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Auf dem ehemaligen Burggelände befindet sich heute ein Altersheim.

Bitte respektieren Sie unbedingt die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top