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Burg Kreuzau

Geschichte:
Durch den Ort führt eine mehrfach abknickende Straße in Richtung der dem heiligen Heribert geweihten Kirche. Kurz vorher, rechter Hand, eher unscheinbar, liegt die kleine, einteilige Burg. Es handelt sich um ein Lehen, das 1384 einem Dietrich Schinmann gehörte und der es in eben jenem Jahr dem Deutschherrenstift in Nideggen unterstellte. Da sich die Deutschherren sehr um die Verehrung des Kreuzes bemühten, ist es seinerzeit vermutlich zur Benennung des Ortes mit "Kreuzau" gekommen.

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1400 verkaufte Dietrich Schinmann von Motzenborn die Burg der Familie Walrave, die sich später von Kendenich genannt hat. Eine der erbberechtigten Töchter heiratete im Jahre 1605 in die Familie der Herren von Raesfeld ein. Gut 50 Jahre später waren sie so stark verschuldet, dass sie die Burg verlassen mussten. Weil man damals wahrscheinlich nicht die entsprechenden Steuern zahlen konnte, blieb Anna Stephana von Raesfeld nichts anderes übrig, als die Burg 1668 an den Oberstleutnant Dietrich Adolf von Torck zu verschenken.

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Aber von Torck hatte keine Freude an der Schenkung, denn die Stiftsherren erhoben ihren Anspruch und machten ihm einen Prozess. Vor lauter Wut hat von Torck das Haupthaus zerstört. Erst nach 50 Jahren konnte eine Einigung zwischen den streitbaren Parteien herbeigeführt werden, die Familie von Torck blieb Besitzer, bis die letzte Nachfahrin 1883 verstarb. Ein entfernter Verwandter, der Oberregierungsrat Wilhelm Jungblut, erbte den Besitz, der um die Jahrhundertwende an die in Kreuzau ansässige Familie Hoesch übergegangen ist.

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Wie bei allen kleineren Anlagen, so ist auch hier das eigentliche Wohnhaus in den Komplex der Wirtschaftsgebäude integriert. Das zweigeschossige Haus hat sieben Fensterachsen; wie die übrigen Bauten wurde es im 17./18. Jh. aus Bruchstein errichtet. Die Zweckbauten wurden 1842 instand gesetzt, dabei hat man das alte Baumaterial und die alten Fundamente weiter verwendet, so dass man sich auch heute noch ein Bild von der einstigen Ausdehnung des Anwesens machen kann. Zuletzt wurde 1906 an der südwestlichen Ecke ein Neubau ausgeführt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gemeinde Kreuzau, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Auf dem Burggelände befindet sich das "Bauernlädchen".

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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