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Laufenburg

Geschichte:
Das Gelände um Jülich und Düren ist ziemlich flach, daher sind die meisten Burgen Wasserburgen. Nur in Nideggen, in Heimbach und hier, in der Nähe von Langerwehe, gab es so genannte Höhenburgen. Die Laufenburg mit ihren markanten Türmen entspricht am ehestens dem, was man sich unter einer Burg vorstellt. Die ersten Besitzer waren die Mule von Alsdorf, Burggrafen, die eine solch bedeutende Burg wie die von Herzogenrath besessen haben. 1263 wird ein gewisser "Harper" genannt, der sich nach der Burg Lovenberg nannte und einen Löwen im Wappen führte. Also hat der Name der Burg weniger mit Laufen zu tun als mit dem im Laufe der Zeit durch Schreiben und Aussprache veränderten Begriff "Löwe".

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Der Ursprung der baulichen Anlage geht zurück auf das Jahr 1396, vermutlich als Schutzburg für das nahe Kloster Wenau entstanden. Seinerzeit erklärte ihr Besitzer Johann von Eynenberg die Burg zum "Offenhaus" für die Aachener. Durch Erbschaft fiel die Burg an die von Metternich-Müllenark. Für sie war die Burg kein Verteidigungsbau, sondern die Wohnung eines von ihnen eingesetzten Försters.

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Von einer der letzten Besitzerinnen der Burg weiß die Legende zu berichten, dass die Verwandtschaft ihr in den Zeiten vor Radio und Fernsehen einen Spaßmacher zur Unterhaltung schickte. Was sie nicht ahnen konnten, war, dass sich das einsame Fräulein in den Narren verliebte und ihn sogar geheiratet haben soll. Jedenfalls beerbte er seine verstorbene Geliebte, sehr zum Leidwesen der Besitzer. Im ausgehenden 19. Jh. kam der Komplex an die Familie Hoesch, die verschiedene Einbauten durchführen ließen, um sich am Ende eines Ausflugs oder Picknicks auf der Laufenburg aufhalten zu können. Die damaligen Denkmalpfleger bezeichneten die Baumaßnahmen als "wenig glücklich".

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Das Grundkonzept der Anlage erschließt sich am besten bei einem Anblick von oben: ein unregelmäßiger viereckiger Hof mit einem Turm an jeder Ecke. Die äußeren Mauern aus Bruchstein machen einen kompakten Eindruck und haben durchweg eine Mächtigkeit von ca. 1,25 m. Einziger Zugang war ein Tor im Osten, das jedoch erst bei der Instandsetzung um 1900 vergrößert wurde und einen Zinnenkranz erhielt. Der höchste Turm war der Bergfried; in dem Turm mit dem flachen Metalldach lag einst die Kapelle. Untergegangen ist die Vorburg. Hier steht seither eine kleine Scheune mit einem im Sonnenschein funkelnden Dach. Es ist eine Photovoltaik-Anlage, über die eine Hinweistafel nähere Informationen gibt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Langerwehe, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Lohnendes Ausflugsziel. Ein Zugang ist möglich, ein Turm kann bestiegen werden. In der Burg befindet sich eine kleine Gaststätte.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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