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Gut Lindenberg

Geschichte:
Am südöstlichen Ortsausgang von Stetternich, in einer Senke gelegen und von hohen Bäumen umgeben, liegt ein landwirtschaftliches Gut. Es könnte identisch sein mit einem Weingut, das um 922 das Kölner St. Ursula-Stift besessen hatte. Eindeutiger hingegen sind die Belege, die von einem befestigten Wohnsitz, also einer Burg sprechen. An die ersten Besitzer erinnert heute nur noch der Name Lindenberg. Sie sind im 14. Jahrhundert ohne männlichen Nachkommen ausgestorben. Danach trifft man auf die Familie von Harff als Besitzer. Nach verschiedenen Heiraten fiel es nacheinander an die von Hompesch und die von Palants. Dam, der Sohn des Johann von Palant, ließ einige Umbauten durchführen, von denen bis heute noch die beiden Türme, ein eckiger und ein runder, erhalten geblieben sind. Die meisten der ursprünglichen Quersprossenfenster sind heute vermauert. Beide Türme liegen in üppig wucherndem Grün, seitlich der Hofanlage, die ursprünglich einmal der zugehörige Wirtschaftshof war.

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Das heutige Wohnhaus aus rot getünchtem Ziegelmauerwerk ist zweigeschossig. Die relativ kleinen Sprossenfenster haben anstelle von besonderen Rahmungen senkrecht vermauerte Bögen und können durch Fensterläden mit zweifarbigen Rauten geschlossen werden. Beim genauen Hinschauen erkennt man in der zweiten Fensterachse des Erdgeschosses eine nun vermauerte Tordurchfahrt. Das Haus wurde, wie an den Mauerankern auf der Hofseite zu erkennen ist, 1743 als Wohnung für den Pächter durch den Freiherrn von Eynatten errichtet. Bis auf die diagonal gesetzten Ziegelsteine an der Giebelkante und die beiden Ochsenaugenfenster zeigt die Schmalwand des Hauses keinen besonderen Schmuck. Vermutlich wurden die beiden Strebepfeiler später angefügt, eventuell zur Verstärkung des Mauerwerks, aber vielleicht auch, weil man im Innern kleine Abstellräume benötigte. Der Hof gelangte vor einigen Jahren in den Besitz der Rheinbraun, die ihn an einen Landwirt verkaufte, dessen Hof dem Braunkohletagebau weichen musste.

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Rechts vom Zufahrtsweg zum Gut liegt die zugehörige Mühle. Das Wohnhaus aus Ziegelsteinen wurde gemäß der Maueranker 1754 erbaut, an seiner Giebelseite befindet sich das Mühlrad, das von dem Wasser aus den Gräben der Burg Lindenberg angetrieben wurde. Die Nebenbauten sind, wie damals bei ländlichen Bauten üblich, in Fachwerk konstruiert. Eine geschnitzte Inschrift nennt als Jahr der Erbauung 1760. Die Mühle wurde also auch erneuert, als die von Eynatten den Besitz übernommen hatten.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Stetternich, Stadt Juelich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Überreste der Burganlage sind von außen gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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