hier anklicken
Zum Burgen-Archiv der Rheinischen Bucht

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Burg Linzenich im Kreis Düren
hier anklicken
Zum Dürener-Burgen-Archiv

Zurück
zum
Dürener
Burgen-Archiv
Schloß Linzenich

Geschichte:
Schloss Linzenich, wie die mehrteilige Anlage in den Kunstdenkmälern der Rheinprovinz um die Jahrhundertwende genannt wird, hat eine umfassende Geschichte. In der Mitte des 13. Jh. lebte hier ein gewisser Loef von Linzenich. 1278, als Graf Wilhelm IV. von Jülich mit seinen Truppen Aachen überfiel, soll Reinhard von Linzenich unter seinen Mannen gewesen sein.

Logo Deutscher Mittelalterring

Die Familie von Linzenich kam aus einem kleinen gleichnamigen Weiler, der sich aus einem Hofgut entwickelt hatte und zu dem 1351 auch eine kleine Kapelle gehörte. Damals wurde der gesamte Besitz verkauft und von einem Mitglied der Familie von Harff erworben. Es handelte sich um eine wirtschaftlich gut situierte Familie, denn sie begannen sofort, weitere Wiesen und Felder hinzuzukaufen, um ihren Besitz zu vergrößern. Danach war Haus Linzenich der passende Wohnsitz für den Jülicher Vogt, aber das Amt brachte seinem Besitzer kein dauerndes Glück, und einer seiner Nachkommen musste, völlig verschuldet, den Hof verkaufen.

Logo Deutscher Burgenring

Auch beim Haus Linzenich kann man von einer Wasserburg sprechen. Die unterschiedlich breiten Gräben wurden vom Mühlengraben gespeist, der in die Inde mündet. Eine Vorburg, die ursprünglich an den Ecken mit Türmen ausgestattet war, bildet eine nahezu vierseitig geschlossene Anlage. An der nördlichen Ecke liegt - bis auf einen schmalen Zugang vollständig von Wasser umgeben - das eigentliche Wohngebäude. Um die aufsteigende Feuchtigkeit aus den Wassergräben den Wohnräumen fernzuhalten, war es nötig, ein besonders hohes Kellergeschoss zu bauen, darüber liegen zwei weitere Stockwerke. An der dem Hof abgewandten Seite, ziemlich genau in der Mitte, ragt ein Turm vor die Bauflucht des Hauses. Er trägt einen mächtigen, steilen achteckigen Turmhelm, der mit einer glockenförmigen Haube abschließt.

Logo Deutscher Mittelalterring

1752 ließen die von Geyr das Wohnhaus umbauen: Man ersetzte die Fenster durch welche mit Blausteineinfassung und Schlagläden. Das einsturzgefährdete Dach wurde durch ein Mansarddach ersetzt, dabei hat man - um ein geschlosseneres Bild zu schaffen - das oberste Geschoss des Turmes ebenfalls mit Schiefer verkleidet. Etwa gleichzeitig mit dieser Modernisierung veränderte man auch die Vorburg - zu erkennen an den Mauerwerksankern, die die Zahl 1751 zeigen. Die Zufahrt zur Vorburg wird durch einen kleinen Turm mit mächtiger Welscher Haube und geschlossenem Laternenaufsatz betont. Unweit vom Schloss liegt eine kleine Kapelle, die 1880 im historistischen Stil umgebaut wurde.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

Logo Deutscher Burgenring

Ortslage:
Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt:
Über L 14, Abzweig an der Bahnüberführung von der L 241 zwischen Jülich und Kirchberg

Literatur:

Links:

Privatbesitz.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top