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Burg Haus Lützeler

Geschichte:
Die Siedlung von Lamersdorf geht auf römischen Ursprung zurück: Unweit einer Römerstraße lag ein größeres landwirtschaftliches Gut, das damals als "villa" bezeichnet wurde. Auch das Haus Lützeler war ein großes Landgut, das nach einem Junker namens Johann Vruntgin von Lutzelen benannt wurde. 1398, so berichtet eine Urkunde, erwarb die Familie Palant zu Breitenbend von Junker Johann neben einem Hof in Lucherberg auch den Hof "Zu Lutzeler".

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Von der damaligen Bebauung blieb jedoch nichts erhalten. Das Wohnhaus mit den markanten Treppengiebeln an den Schmalseiten stammt aus dem 16. Jh.. Es hat zwei Geschosse und ein hohes Satteldach, die Fenster müssen ursprünglich kleiner gewesen sein und waren auch nicht in regelmäßigen Achsen angeordnet. Im 19. Jh. wurden neue Fenster eingebaut, um mehr Licht und Luft in die Räume zu lassen. Der Zugang zum Wohnhaus war nur über den Hof möglich. Vor dem Haus lag ein schmaler Wassergraben, über den eine kleine Zugbrücke zu dem Portal aus Bossenquadern führte.

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Aus Sicherheitsgründen war die äußere Fassade des Herrenhauses zum Graben hin ganz geschlossen. An der linken Gebäudeecke wurde später ein Erker auf rechteckigem Grundriss angefügt. Einfache Konsolen tragen die auf drei Seiten von Fenstern durchbrochenen Mauern, die nach oben hin durch ein Satteldach mit unverziertem Dreiecksgiebel abgeschlossen sind.

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Seitlich an das Wohnhaus schließt sich der massive Torbau an. Seine Außenseite ist bis auf das Rundbogentor vollständig geschlossen und wirkt dadurch wenig einladend. Wahrscheinlich hat man es im 18. Jh. mit einem neuen Mansarddach versehen. Um diese Zeit fand auf Haus Lützeler ein Besitzerwechsel statt. Nach dem Tode des Jülicher Wehrmeistereiverwalters Caspar Cüpper vererbte seine Witwe, die mit ihm keine Kinder hatte, den Hof an Johann Caspar Gilles, ihren Sohn aus erster Ehe. Die neuen Besitzer bezogen das Herrenhaus, während in den Nebengebäuden ein Pächter unterkam, der sich um den landwirtschaftlichen Betrieb auf Haus Lützeler zu kümmern hatte. Dieses Wohnhaus hat vier Achsen mit Segmentbogenfenstern, es schließt sich der Stall und - im rechten Winkel dazu - eine langgestreckte Scheune an. Ob die stark zerfallenen Anbauten zukünftig noch genutzt werden, ist fraglich.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Lamersdorf, Gemeinde Inden, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Anlage aber ist von zwei Seiten aus einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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