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Burg Maubach

Geschichte:
Auf dem Weg von Kreuzau, das Rurtal hinauf, fährt man an einer großen Burganlage auf einem Hügel vorbei. Der Fuß des kleinen Hügels wird von einer hohen Mauer geschützt. Ein Herr von Molbach taucht erstmals 1153 auf, er war vom Pfalzgrafen mit der Grafschaft des "niederen Waldes" belehnt worden. Nach seinem Tod 1177 fiel das Lehen an seinen Schwiegersohn Wilhelm von Jülich. Zu der Zeit muss es dort auch ein befestigtes Wohnhaus gegeben haben. Es verfiel, und die Waldgrafschaft wurde von Düren und Nideggen aus verwaltet.

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Um 1350 gehörte Maubach zu dem Besitz des einflussreichen Edmund von Engelsdorf. Nach 1420 kommt es zu einer Teilung des umfangreichen Besitzes, und Maubach fällt an Werner von Palant. Nach seinem Tode kommt es zur so genannten "Palantschen Teilung", der neue Burgherr, der den Komplex wesentlich erweitern und ausbauen ließ, war Edmund von Palant zu Gladbach, der jedoch kinderlos verstorben ist.

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Für die Baugeschichte von besonderer Bedeutung ist Freiherr Wilhelm von Effern. Nach 1617 ließ er das baufällige Gebäude, das teilweise keine Dächer mehr hatte, instand setzen. Es folgten noch eine ganze Reihe von Besitzern, unter anderem nach 1717 wieder Angehörige des Hauses Palant. Sie bauten seinerzeit das Herrenhaus aus, das sich mit seinem eigenwilligen Mansarddach deutlich von den übrigen, eher für Wehrzwecke erbauten Teilen abhebt. Die verschiedenen Türme, ob mit rundem oder eckigem Grundriss, waren ursprünglich nur durch Mauern miteinander verbunden. An diese Mauern hat man im Laufe der Zeit verschiedene Gebäude angefügt. Im Innern des Herrenhauses steckt noch der Unterbau eines mächtigen Turmes, der in frühesten Jahren der Bergfried und somit der Kern der Anlage gewesen ist.

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Vorbei an der ursprünglich zur Burg gehörenden, später zur Pfarrkirche erweiterten Kapelle betritt man den Burghof durch einen mächtigen Torturm. Abgesehen von dem barocken Dach mit den kleinen Dreiecksgiebeln gehört der Turm zu den Bauteilen des 14. und 15. Jh.. Die Toröffnung mit Spitzbogen hat keinerlei Schmuck, sie wird gerahmt von einer schlichten rechteckigen Nische, die bei Gefahr die hochgezogene hölzerne Zugbrücke über dem Graben aufnehmen konnte. Im linken Rundturm befanden sich einst die Kerker. Der rechteckige Turm in der Mitte, der durch das tief heruntergezogene Dach einen recht gedrungenen Eindruck macht, ist der so genannte Küchenturm. Wegen der großen Brandgefahr war es üblich, die Feuerstelle in einem besonderen Gebäude, abseits des Wohnhauses, unterzubringen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Untermaubach, Gemeinde Kreuzau, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burganlage ist von außen gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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