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Schloß Merode

Geschichte:
Schon von weitem schimmern die Türme des Schlosses von Merode durch die Baumkronen. Teilweise jedenfalls, denn in der Nacht zum 20.06.2000 ist ein Großteil der Dächer abgebrannt. Das Haus ist die Stammburg der gleichnamigen Familie, der es auch heute noch gehört.

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Urkundlich wird ein erster Ahn mit Namen Werner 1174 erwähnt; er trat damals als Zeuge in einem Prozess auf, den Kaiser Friedrich Barbarossa führte. Werner bekam als Lehen den Hof Echtz bei Düren, der dem Kaiser gehörte. Der Familienname Merode (ältere Formen sind "de Rode" oder "van me Rode") weist darauf hin, dass sich die Familie auf einem Rodungsgebiet niedergelassen hatte. Die ältesten Söhne, und hier wird es auch für die Genealogen unübersichtlich, trugen immer den gleichen Vornamen. 1348 wurde das Reichslehen, das durch den Kaiser verliehen wurde, den Jülicher Grafen übertragen. Da die von Merode das allerdings nur teilweise anerkannt haben, kam es in den folgenden 400 Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen wegen der Steuern und der Gerichtsbarkeit.

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Im Laufe der Jahrhunderte hatte die Familie verschiedene Fürstentümer in Belgien geerbt, und auch im deutschen Reich wurden sie in den Fürstenstand erhoben, allerdings gelang es dem kaiserlichen Feldmarschall Johann Philipp Eugen, Graf von Merode und Marquis von Westerloo nicht, die alte Reichsunmittelbarkeit wiederherzustellen.

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Die Hauptburg besteht aus drei Flügeln und vier Türmen, deren Hauben flämischen Einfluss zeigen. Der runde Südostturm steht auf einem eigenwilligen Sockel, der ursprünglich ein Batterieturm gewesen ist. Der Ostflügel, dessen Mauerwerk in so genannter "Specklagentechnik" im Wechsel von Haustein und Backstein hochgezogen wurde, ist 1876 rekonstruiert worden. Eine weitere Modernisierungsphase setzte um 1900 ein. An dem Südflügel fallen die reichen, aber sehr freien Renaissanceformen auf. Der kleine Torbau hingegen wurde gotisch erneuert.

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Das Schloss ist heute ein Denkmal. Die zugehörigen Bauten für die Versorgung, eine vierflügelige Vorburg, verfielen bereits im 19. Jh. und wurden abgebrochen, das Gelände wurde planiert. Seither hebt sich das Schloss imposant von der Umgebung ab.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Merode, Gemeinde Langerwehe, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
www.merode.com

Privatbesitz. Die Anlage ist vom Parkplatz aus gut zu überblicken.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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