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Burg Müddersheim

Geschichte:
Auch Müddersheim, am Neffelbach gelegen, hat eine Geschichte, die sich bis in die römische Zeit zurückverfolgen lässt. Das Schloss liegt am Ortseingang, links der Zufahrtsstraße. Bei Grabungen fand man sowohl Reste einer römischen Villa als auch verschiedene Matronensteine. In der Mitte des 11. Jahrhunderts schenkte die Königin Richezza den Besitz dem Bischof von Köln, der die Verwaltung dieser "Unterherrschaft" als Lehen an die Ritter von Müddersheim vergab. Namentlich bekannt sind Bertolfus der Ältere und der Jüngere sowie wesentlich später, 1301, ein Gobelin. Hier verlieren sich die Spuren des Geschlechts, verschiedene andere Adlige tauchen nun auf, die von Kinzweiler und die von Hocherbach, aber auch ein Mann mit dem klangvollen Namen Achilles Wilhelm Bertram von Hanxeler.

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1701 begann mit dem neuen Jahrhundert auch eine neue Epoche der Besitzer. Der Müddersheimer Besitz wurde verpfändet und fiel an Adolf von Geyr aus Köln, der 1707 den Grund und Boden käuflich erwarb. Dazu kamen wenig später verschiedene in der Nähe liegenden Höfe, der Horsterhof, der Sintziger Hof, schließlich auch der Hahnhof. Rudolf Adolf von Geyr, der 1742 in den erblichen Freiherrenstand erhoben worden war und die Titel eines Herrn zu Schweppenheim, Müddersheim und Winterburg führte, ließ das heute noch bestehende, als Schloss bezeichnete Gebäude errichten.

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Das Wohnhaus liegt in der Mittelachse einer großen Vorburg, durch die Toröffnung fällt der Blick genau auf seine Vorderfassade. An den regelmäßigen Fensterachsen des Eingangstraktes wird deutlich, dass bei der Erbauung der Verteidigungszweck keine Rolle mehr spielte. Das Tor selber ist in eine Sandsteinarchitektur eingebunden. Zwei Wandpfeiler leiten zu dem auf Rokoko-Konsolen ruhendem Gesims, das die Basis für einen flachen Dreiecksgiebel bildet. Der Dreiecksgiebel zeigt das Wappen seines Erbauers.

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Vom Bautyp her entspricht das Wohnhaus den traditionellen Bauten der Herrenhäuser eines größeren Landsitzes. Es hat einen rechteckigen Grundriss, zwei Geschosse und ein hohes Walmdach. Lediglich an Details lässt sich eine Veränderung der Mode ablesen. Die Fenster haben flache Segmentbögen. Die Mittelachse mit dem Haupteingang, zu dem eine zweiläufige Treppe hinaufführt, ist durch einen flachen Dreiecksgiebel betont. Wie bei einer Wasserburg üblich, reicht der Sockel hoch über die Abschlusskante des Bodens hinaus.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Müddersheim, Gemeinde Vettweiß, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz.

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