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Burg Müllenark

Geschichte:
Das Gebäude, im freien Feld gelegen, beeindruckt schon beim Herankommen durch seine Mächtigkeit. Dabei ist der von zwei quadratischen Ecktürmen mit geschweiften Haubendächern begrenzte Baukörper nur ein Teil der ehemaligen Vorburg.

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Die einst hier ansässigen Herren von Molenark gehörten zu einem der führenden Edelherrn-Geschlechter im Jülicher Lande. 1129 wird ein Gerhard von Melenark erwähnt. Der Familie entstammte der in Köln von 1225-1238 wirkende Erzbischof Heinrich von Molenark. Immer wieder wird von Streitigkeiten zwischen den Kölnern und den Jülichern berichtet, bis man eine Nichte des Erzbischofs mit Walram, einem Sohn des Jülicher Grafen Wilhelm IV. vermählte.

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Auf einer Art Insel lag hinter der Vorburg das Hochschloss. In der Mitte des 16. Jh. ließ Gotthart von Hanxler hier zur Sicherung seines Anwesens einen imposanten kreisrunden Batterieturm mit rund vier Meter dicken Mauern errichten. Damals, als die Vorburg noch viel kleiner war, ragte der Turm an der ungeschützten Seite des Anwesens heraus. Angreifende Feinde konnten so bestens unter Kontrolle gehalten werden. Noch im ausgehenden 19. Jh. wohnten im Schloss zwei Gräfinnen Villers-Masbourg, 1927 wurde es jedoch abgebrochen.

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Die Besitzer des Hauses hatten immer wieder Erbstreitigkeiten auszutragen. Mal wurde der Erbteil verkauft, mal stritten sich entfernte Familienmitglieder um den Rest, sogar ein spanischer Oberst von Rovelli hatte hier zeitweise seine Hand im Spiel. 1668 erwarb Johann Wilhelm von Metternich, nachdem er einen Teil geerbt hatte, den restlichen Teil der Anlage. Nach außen wurde dies zwei Jahre später durch den Bau einer heute noch imposanten Vorburg dokumentiert. Sie diente in späteren Jahren den Baumeistern ähnlicher Anlagen in Gladbach und Palant als Vorbild.

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Heute tragen die beiden vor die Bauflucht tretenden Türme der Vorburg wieder ihre geschwungenen, von Laternen bekrönten Haubendächer. In der Mitte schiebt sich ein Torbau aus grobem Quadermauerwerk durch die recht geschlossen wirkende Fassade. Über dem Korbbogen sitzt, von zwei Löwen gehalten, das Ehewappen des Johann Wilhelm von Metternich und der Maria Mechthild von Orsbeck. Ein weiterer Stein nennt 1670 als Jahr der Erbauung. Schräg gegenüber ist, wenn auch ohne Wasserzufuhr, die ehemalige Gutsmühle erhalten geblieben.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Müllenark, Gemeinde Inden, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.



Ehemalige Schlossinsel         Ehemalige Wassermühle


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