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Burg Nideggen
Geschichte:
Als eine der wenigen Höhenburgen der Voreifel liegt die Burg von Nideggen - oder besser gesagt das, was von ihr übrig geblieben ist - auf einem hohen Buntsandsteinfelsen hoch über der Rur. Sie war der Stammsitz der Grafen und späteren Herzöge von Jülich, bis sie in der Jülicher Fehde 1542/43 niedergebrannt wurde. Kaiser Karl V. befahl damals seinen Truppen, Herzog Wilhelm V. in seine Schranken zu verweisen, weil er ihm den Anspruch auf das Herzogtum Geldern streitig gemacht und Sympathien für den protestantischen Glauben geäußert hatte. In den Auseinandersetzungen mit Kaiser Karl V. kommt es zur Plünderung und Zerstörung von Burg und Stadt. Erst um die Jahrhundertwende begann man mit den Restaurierungsarbeiten und Sicherungsmaßnahmen. Kaiser Wilhelm II. stiftete 15.000 Mark aus seiner Privatschatulle.

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Bauherr der ersten Teile der Anlage ist Graf Wilhelm I. von Jülich. Ihm gehörte nicht nur die Waldgrafschaft, er hatte außerdem die reiche Alveradis von Maubach geheiratet. Weit über die Grenzen des Landes war die Burg mit ihren berüchtigten Kerkern bekannt. Hier saßen so "prominente" Häftlinge wie der bei Lechenich gefangen genommenen Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden. Seine Inhaftierung bedeutete nicht nur eine Sicherung des Jülicher Gebietes gegen den Kurstaat Köln, sondern war ein lukratives Geschäft, denn erst gegen Zahlung einer hohen Summe wurde er frei gelassen.

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Mit der Gefangennahme dessen Nachfolgers handelte sich der Jülicher Graf den Päpstlichen Bann ein, was den "alten Haudegen" aber wenig beeindruckte. Als Greis überfiel er in der Gertrudisnacht 1278 sogar Aachen. Dabei wurden er, sein Sohn und drei seiner Enkel der Sage nach von einem Schmied erschlagen. Trotzdem stiegen die Jülicher Grafen zu einem der mächtigsten Fürstengeschlechter des deutschen Reiches auf.

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Seitdem das Familienoberhaupt 1356 die Würde eines Herzogs erhalten hatte, wurde Burg Nideggen prächtigst ausgebaut. Der Rittersaal hatte die Abmessungen von 60 x 16 Metern und war damit groß genug, um dort Turniere abhalten zu können. Mit diesem Saal wollte der Graf mit dem Krönungssaal des Aachener Rathauses konkurrieren. Erhalten blieb nur die Außenwand mit zwei übereinander liegenden Reihen von imposanten Kreuzstockfenstern. Rechts schließt sich ein Flankenturm an. Der ehemalige "Damenerker" ist heute mit Betontreppen ausgestattet und bietet Aussicht auf die Landschaft. Weiter folgt ein winkliger Bau, in dem sich die Burggaststätte befindet. Natürlich gibt es auf dem Burghof auch einen Brunnen, der die Bewohner in den Zeiten der Belagerung mit frischem Wasser versorgte. Er reicht etwa 100 Meter in die Tiefe.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus:
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Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

Ortslage:
Stadt Nideggen, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
Burg Nideggen Burg Nideggen

Auf dem Burggelände befindet sich ein Restaurant und das Rheinische Burgenmuseum.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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