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Burg Niederzier

Geschichte:
Das Zentrum des Ortes wird geprägt von einem großzügigen Komplex der ehemaligen Burg mit den angrenzenden Baulichkeiten sowie der naheliegenden, den Heiligen Urban und Cäcilia geweihten Kirche. Heute allerdings residiert keine adlige Familie mehr in den alten Gemäuern, hier wurden vielmehr die Gemeindeverwaltung, eine Grundschule und - vor allem in der ehemaligen Rentei, zu erkennen an den zweifarbigen Fensterläden - das Fastnachtsmuseum untergebracht.

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Cyrina oder Cyrin wurde der Ort einst genannt, und auch hier waren die ersten Burgherren Ministeriale der Jülicher. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts treten zwei Vertreter mit den Namen Heinrich und Conrad auf. Ein Kaufakt aus dem Jahre 1526 belegt, dass Jakob und Maria Bock von Pattern ihren Anteil an ihre Tante Katharina und deren Mann Arnold von Hochstaden verkauft haben. Sie behalten den Besitz, bis 1848 die letzte Erbin, die Gräfin Josina von Hochstaden, stirbt. Ihr folgten für einige Jahre die Freiherren von Dalwigk und schließlich eine Familie Schmill.

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Zu den ältesten Teilen der umfassenden Anlage, deren Zentrum heute ein kleiner gepflasterter Platz bildet, gehören Reste der Torburg. Sie wurde nach dem letzten Krieg nur auf der Feldseite rekonstruiert. Die Burg selber, oder besser gesagt das Herrenhaus, wurde 1674 von den Franzosen niedergebrannt. 24 Jahre dauerte es, bis es wieder bewohnbar war. Bei dem Bau handelt es sich um einen nahezu quadratischen Baukörper, seine Außenwände sind auf allen Seiten in sechs Fensterachsen aufgeteilt. Die rechteckigen Fenster stehen mit ihren schlichten hausteinernen Pfosten in dem dunkelroten Ziegelsteinmauerwerk. Ihre Stürze haben ein kleines Deckgesims. Dazwischen markieren verzierte schmiedeiserne Maueranker die Höhe der innenliegenden Deckenbalken. Ein schmaler Flur läuft von der Vorder- zur Rückseite des Hauses. Das zweiflügelige Hauptportal sitzt in einer kolossalen Rahmung aus unterschiedlich weit vorspringenden Quadern. Das waagerechte Gesims des Sturzes durchstoßen drei keilförmige Steine, die gleichzeitig die Basis für den reich verzierten Giebel bilden. Zwei Voluten leiten über zu einem gestelzten Rundbogen, unter dem in einem stilisierten Kranz das Wappen der Familie von Hochstaden sitzt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gemeinde Niederzier, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

In der Burg ist ein Teil der Gemeindeverwaltung untergebracht. Gleich nebenan befindet sich das Karnevalsmuseum.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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