hier anklicken
Zum Burgen-Archiv der Rheinischen Bucht

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Burg Overbach
hier anklicken
Zum Dürener-Burgen-Archiv

Zurück
zum
Dürener
Burgen-Archiv
Burg Haus Overbach

Geschichte:
Auf eine Erbteilung innerhalb der Familie lässt sich wohl zurückführen, dass es in einem verhältnismäßig kleinen Ort zwei große Wasserburgen gibt, die nach der Zerstörung der "Alten Burg" entstanden sind. 1354 werden sowohl ein Heinrich von Barmen als auch ein Heinrich von Overbach erwähnt. Ende des 15. Jahrhunderts kam der Besitz über Maria von Grein an die Familie von Reuschenberg zu Setterich. Von dem kaiserlichen Oberst und Verteidiger von Jülich, Johann von Reuschenberg, fiel er nach 1610 an die von Hatzfeld-Wildenburg, die bis 1785 nachzuweisen sind.

Logo Deutscher Mittelalterring

Es folgen die von Overschie, die von Hompesch-Rurich und 1864 schließlich Ludolf von Wenige-Wulfen, der Haus Overbach 1911 an Paul von Wolff-Metternich vererbte. Danach gehörte es nur ein paar Jahre Lothar von Hoensbroich, der es 1918 an die Oblaten des heiligen Franz von Sales verkaufte. Sie richteten hier in Barmen unter anderem den Verwaltungssitz der deutschen Ordensprovinz ein. Dem Haus angeschlossen ist ein Kloster (rechts vor dem Eingang) sowie eine Schule, in der einst Missionare auf ihre neuen Wirkungsstätten vorbereitet wurden.

Logo Deutscher Burgenring

Als die Zahl der Anwärter zurückging, wurde die Klosterschule zu einem Gymnasium. Heute erinnern die verschiedenen Gebäudegruppen mit der Klosterkapelle und dem Internatsgebäude mit Klassenzimmern und Gruppenräumen wieder an die spätmittelalterliche Burganlage, die aus Haupthaus und Wirtschaftstrakten bestanden hat. Erhalten blieb nur links vom Eingang gelegen und an einen der Wassergräben stoßend, das Herrenhaus. Heute als Schloss bezeichnet, beherbergt es unter anderem die Bibliothek der Schule. Aber bis auf die Fundamente ist auch das Herrenhaus erst 200 Jahre alt. Es wurde unter Reiner von Overschie, dem damaligen Besitzer, zu einem repräsentativen Rittersitz umgebaut.

Logo Deutscher Mittelalterring

Auf nahezu quadratischem Grundriss erhebt sich ein zweigeschossiger, kubischer Ziegelsteinbau mit mächtigem Mansarddach. Die Fenster haben hochkant stehend rechteckiges Format und Segmentbögen mit Keilsteinen. Der Eingang erfolgt über eine gradläufige Freitreppe vom Innenhof aus. Im Bereich des Daches sieht man einen schlichten Dreiecksgiebel mit zwei kleinen Rundfenstern als einzigem Schmuck.

Logo Deutscher Burgenring

Viele andere Teile, die noch in Scheunen und Stallungen erhalten geblieben waren, wurden von den neuen Besitzern abgebrochen. Manches wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Immerhin war Haus Overbach 1944 noch so weit "in Schuss", dass hier kurzzeitig die Verwaltung des Bistums Aachen unterkommen konnte.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

Logo Deutscher Mittelalterring

Ortslage:
Barmen, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top