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Burg Haus Pesch

Geschichte:
Das als Rittersitz bekannte "Haus Pesch" wird gesichert erstmals 1444 beschrieben. Seinerzeit verpachtete Daniel von Efferen sein Gut Pesch bei Müllenark (im benachbarten Ortsteil Schophoven gelegen) an Adam Rummel von Hetzingen. 1538 gehörte es zum Besitz des Carsil von Weisweiler, genannt Verken, der seinen Sitz im benachbarten Haus Verken hatte. Seine Tochter Clara erhielt es als Mitgift, und so gelangte es an Reinhard von dem Horrich. Gut einhundert Jahre war diese Familie hier ansässig. Seither wechselten die Besitzer mehrere Male.

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Im 18. Jh. wurde das aus Wirtschaftshof und Wohnhaus bestehende Gebäude, das einst von Wassergräben umgeben war, neu aufgebaut. Hausherr war Jodocus Wilhelm von Hall. Er brauchte mehr Platz, mehr Zimmer und Kammern. Da allerdings die alten Fundamente bestehen blieben, blieb nur die Möglichkeit, das Haus mit einer zusätzlichen Etage zu versehen. Dem Zeitgeschmack entsprechend ließ er ein Mansarddach über dem Haus errichten.

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Nähert man sich dem Haus Pesch, so hat man den Eindruck, die Zeit sei seit damals stehen geblieben. Ruhig liegt das Gehöft inmitten von grünen Wiesen, einige Bäume beleben die Szenerie. Trotzige Mauern aus dunkelrotem Ziegelstein in unregelmäßiger Bauweise zeugen von alten Zeiten. Der Anblick täuscht, denn Haus Pesch wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Das Wohnhaus musste erneuert werden und erhielt damals die kleinen Fenster sowie das hohe Walmdach aus Dachpfannen. Es setzt kurz oberhalb der Obergeschossfenster an, dadurch wirkt das Haus ein wenig höher.

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Der quadratische Turm muss, den kleinen Fenstern nach zu urteilen, zu der Bauperiode des 16. Jahrhunderts gehören. Seine ganze Zierde ist das Dach. Aus dem Quadrat ins Achteck übergehend, bildet sein unterer Teil eine Art Haube. Darüber ein länglicher Bauteil, der als geschlossene Laterne bezeichnet wird und wiederum von einem niedrigen Kegel bekrönt wird. Ein solch kleinteiliges Dach kann nur in Schiefer eingedeckt werden, die dunkelgrauen Flächen bilden einen harmonischen Kontrast zu dem Rot des Turmmauerwerks.

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Der dem Haus vorgelagerte Wirtschaftshof scheint älter zu sein, vor allem wegen der mächtigen Stützpfeiler aus Ziegelsteinen, die das aufgehende Mauerwerk verstärken. Im Unterschied zu den großen Anlagen wurde hier auf den Bau eines imposanten Torbaus verzichtet. Die hölzernen Flügel sind direkt an dem Mauerwerk angeschlagen. Quer darüber verläuft ein kleines Satteldach.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Pier, Gemeinde Inden, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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