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Burg Haus Rath

Geschichte:
Rath - ein Name, der sehr häufig in der Gegend vorkommt und daher leicht zu Verwechslungen führt. Mit Sicherheit lassen sich die Spuren des Hauses erst im 16. Jahrhundert aufzeigen. Damals wird ein Johann von Raedt als Besitzer genannt. Schon eine Generation später fehlten die männlichen Erben, so dass es seitdem eine ganze Reihe verschiedenster Familien als Besitzer gab. Klangvolle Namen wie der des Jülicher Kanzlers Niclas von der Broil tauchen auf, die Spiess von Büllesheim und die von Metternich-zu-Sommersberg, zwei Familien, die verschwägert waren und die das Gut gemeinschaftlich besessen haben.

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In den Jahren 1725-1740, so wird angenommen, wurde das Haus grundlegend instand gesetzt und erweitert. Bauherr war der 1751 verstorbene Freiherr Karl Johann Hugo von Spieß. Nachdem seine erste Frau, eine Gräfin von Leerodt-Born, schon 1738 verstorben war, heiratete er noch im gleichen Jahr Maria Josefine von Vlatten, die wesentlich jünger gewesen sein muss; überlebte sie ihren Gatten doch um 60 Jahre. 1813, nach ihrem Tode, wurde der Besitz veräußert und kam so an die freiherrliche Familie von Bourscheidt.
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Noch heute ist das Ensemble, bestehend aus einer mächtigen Vorburg und dem quadratischen Herrenhaus mit jeweils einem Turm an den Ecken, imposant. Zwei Zufahrten führen von der Umgehungsstraße auf den Besitz, ein holpriger Wirtschaftsweg zu den Scheunen und Ställen, eine etwas besser ausgebaute Allee zu dem Haupteingang. An den kleinen Rundtürmchen erkennt man, dass dieser Zugang erst im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Ursprünglich war auch die Vorburg mit ihren schlichten, zweckmäßigen, aber doch wehrhaften Backsteinbauten von Wassergräben umflossen, heute sind sie zum Teil zugeschüttet. In friedlicheren Zeiten konnte man auf diesen ursprünglich notwendigen Schutz verzichten. Heute führt eine feste Brücke aus Ziegelsteinen vom Vorhof zum Wohnhaus.

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Das Herrenhaus wirkt nach außen hin sehr kompakt. An den Türmen sieht man noch Schießscharten und ältere Kreuzstockfenster, die übrigen großen Fenster sind viel jünger. Die vielen Umbauten lassen sich anhand der Wappen zeitlich einordnen. Stolz künden sie von den einstigen Besitzern, falls sie nicht wie das Giebelwappen über der Toreinfahrt schon sehr stark verwittert sind.

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Kommt man über den Feldweg, fällt rechts vom Haus ein kleiner barocker Gartenpavillon auf. Seit 1739 war er Teil eines gepflegten französischen Parks, den der Freiherr von Spieß zur Erinnerung an seine verstorbene Gattin anlegen ließ.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Arnoldsweiler, Stadt Düren, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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