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Kommende Siersdorf

Geschichte:
Von der ehemals so reichen und großzügigen Anlage sind heute nur noch Ruinen erhalten geblieben. Mehrfach im 19. Jahrhundert durch Feuer beschädigt, wurde sie im letzten Krieg erheblich zerstört, das Mauerwerk fällt mehr und mehr in sich zusammen.

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Siersdorf gehörte einst dem Grafen Wilhelm III. von Jülich. Bevor er sich zur Teilnahme an einem Kreuzzug rüstete (er starb letztlich an einer Seuche), vererbte er seine Besitzungen in Siersdorf und Nideggen dem Deutschen Orden, und es entstand an dieser Stelle eine Ordensniederlassung, eine so genannte Kommende. Viele lange Jahre waren die Reuschenberger Vorsteher und konnten ihren Landbesitz enorm vergrößern. Durch ein wehrhaftes, von groben Quadern eingefasstes Tor, mit zwei Türmen und Schießscharten betrat man den ersten der beiden Vorhöfe.

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Bedeutendster Teil der Anlage war das Herrenhaus, ein rechteckiger Ziegelbau mit hohem Walmdach und vier weit vor die Mauerfluchten tretenden Ecktürmen. Das Kellergeschoss -heute noch zu erkennen - bildet einen Sockel, dessen leicht schräge Wände aus dem umlaufenden Wassergraben ragen. Vor der Zerstörung konnte man die unterschiedlichen Bauperioden deutlich ablesen, die unterschiedlichen Turmhelme, die Eckquader und den giebelgeschmückten Torvorbau aus der Renaissance sowie die regelmäßig über die Fassade verteilten Segmentbogenfenster aus dem Barock.

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Gerade der Mittelrisalit war eine rechte Zierde für das Herrenhaus, das Grau der Hausteine wechselte mit dem Rot der Ziegel. Über dem Rundbogenportal in einer Art Nische saßen zwei quadratische Oberlichter unter senkrecht gemauertem Ziegelbogen. "Sub umbra alarum tuarum protege nos" (Beschütze uns im Schatten deiner Flügel), die Mitglieder des Ordens stellten sich 1578 unter den Schutz des Deutschen Kaiserreiches, symbolisiert durch einen mächtigen Reichsadler über dem Portal, der die drei Wappen des Deutschen Ordens, des Hauses Jülich-Kleve-Berg und der Reuschenbergs bewachte.

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Hoch oben trug ein schlichtes Postament über halbkreisförmigem Mauerstück einen steinernen Mann in voller Rüstung. Dieser war das Symbol für die einstmals hier ansässigen Mitglieder des Deutschen Ordens. Der weitere Verfall sollte durch das Einziehen von Betondecken aufgehalten werden, aber für die Instandsetzung der Dächer fehlen bislang die Gelder.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Siersdorf, Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Sie ist von außen einsehbar, ein Zugang ist jedoch nicht möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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