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Burg Sievernich

Geschichte:
Ein gewisser Heinrich von Sievernich gilt als der erste Vertreter eines adligen Geschlechts, das sich hier niedergelassen und seinen Namen von dem der Besitzungen übernommen hatte. Man zählte das Jahr 1153. 150 Jahre später, zu Beginn des 14. Jahrhunderts, werden noch Sievernicher mit den Vornamen Gottfried und Gobelinus als Ritter genannt. Konrad Rosenmul führt zeitweise den Namenszusatz "von Sievernich", bisweilen aber auch den Zusatz "Kreitzgin".

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Im frühen 15. Jh. gehörte Sievernich ein paar Jahre zum Besitz der Merodes, die nächsten männlichen Namensträger waren die von Gent, die Grafen von Quadt-Wickrath und schließlich die von Wylich. Kurz vor der Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen Ende des 18. Jh. erbte ein Stadtgerichtsdirektor aus Duisburg mit Namen Witgen Grund und Boden, der im 19. Jh. an die Familie Schwecht gegangen ist.

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Heute wird die etwas außerhalb des eigentlichen Dorfkerns liegende Burg als Gestüt genutzt. Von seiner Gartenseite her schützt ein großer Weiher, Rest des ehemals ausgedehnten und von dem Neffelbach gespeisten Grabensystems, das Haus und hält zusammen mit der dichten Baumreihe die Blicke der Besucher fern. Trotzdem kann man in der Mitte der zweigeschossigen Fassade, die durch gequaderte, pfeilerartige Mauerstreifen regelmäßig aufgeteilt ist, einen massiv wirkenden Treppenturm erkennen. Bei der Instandsetzung um 1859 wurde er auf alten Fundamenten in leicht gotischen Formen neu aufgemauert. Damals erhielt er auch den charakteristischen Zinnenkranz als oberen Abschluss.

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Rechts und links drängen sich schlichte, niedrige Bauten an das Haupthaus und ergänzen es zu einer Dreiflügelanlage. Der Innenhof ist von der Eingangsseite her zu sehen. Rechts und links des Torbaus, der auf 1859 datiert werden kann, stehen auf den Fundamenten der ehemaligen Vorburg große Pferdeställe, deren Luken zum Teil mit zweifarbig gestrichenen Läden geschlossen sind. Ein gerader, beidseitig mit Bäumen bestandener Zugangsweg wird von zwei Reitplätzen gesäumt.

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Der Blick durch den Torbogen zeigt in der Mitte das Herrenhaus. Das mächtige Satteldach liegt quer zur Hauptachse des Hauses und wird von einem kleinen Dachreiter bekrönt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Sievernich, Gemeinde Vettweiß, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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