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Geschichte:
Die ältesten Gebäude in Simonskall gehen auf Simon 1. Kremer zurück. Der hatte hier eine Eisenhütte gegründet. 1622 baute er Kornmühle im abseits gelegenen Kalltal. Sie ist heute noch genauso erhalten wie das einstige Wehr samt Mühlengraben. Schräg gegenüber, auf der anderen Seite des Baches liegt die im Volksmund "Burg" Simonskall, die nach der Jahreszahl im Türsturz der Haustür zu schließen 1643 entstand. Die unsicheren Zeiten im auslaufenden 30-jährigen Krieg hatten Simon 1.Kremer wohl gezwungen ein festes Steinhaus mit Schießscharten und Schießerker zu bauen. Zwei mächtige eisenbeschlagene Holztore sicherten die Eingänge. Die eher als befestigtes Bauernhaus zu verstehende Anlage baut sich um einen fast quadratischen Innenhof auf. Auf der Bachseite befindet sich der Wohntrakt mit Kreuzstockfenstern aus Kalksteinrahmen. An beiden Ecken ragen über drei mächtige Steinkonsolen die Schießerker hervor. Auf der anderen Seite befanden sich Scheune und Stallungen. Der Burg vorgelagert ist ein massiver Anbau, in dem sich weitere Nutzräume einschließlich eines Backofen befanden. Über der Durchfahrt in den Innenhof war später eine kleine Kapelle eingerichtet worden.

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Auf Simon I. Kremer folgte Simon II., dessen Witwe die Burg bis zu ihrem Tode 1693 bewohnte. Mit Thomas Scholl und seiner Frau Catharina Kremer blieb die Burg bis heute im Familienbesitz. Am Ende des 2. Weltkrieges wurde bei den Kämpfen um Vossenack die äußere Toranlage zerstört, ansonsten blieb das Gebäude nahezu unversehrt.

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Zu den ältesten Gebäuden in Simonskall, westlich der Bachbrücke, gehören das ebenfalls von Simon I.Kremer 1651 aus Grauwacke gebaute steinerne Doppelwohnhaus. Hier befindet sich heute die Touristeninformation und ein kleines Heimatmuseum. Es wurde an einen vermutlich um 1610 entstanden, mit Schießscharten versehenen Eckturm angebaut. Die oberen Fenster sind nachträglich eingebaut.

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Die geschichtliche Entwicklung jener Zeit lässt sich an einem weiteren Steinhaus ablesen. Nach dem Ende des Jülicher Erbfolgekrieges hatten sich die Verhältnisse in Simonskall so weit normalisiert, dass Simon III. in diesem 1666 neben der Kremer-Mühle entstandenen Haus auf Verteidigungseinrichtungen verzichtet werden konnte.

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Während die Eisenhütte 1816 geschlossen wurde arbeitete die Mühle noch lange Zeit weiter. Nach dem Ende des 2.Weltkrieges wurde sie kurzfristig als Elektrizitätswerk genutzt - ein Generator lieferte elektrischen Strom. Heute sind alle Gebäude aus dem 17.Jh. restauriert und prägen den Charme dieses kleinen von Wald umgebenen Ortes an der Kall.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Simonskall, Gemeinde Hürtgenwald, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burg liegt unmittelbar an der Straße.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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