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Gut Wolfshoven

Geschichte:
An der Ortseinfahrt von Stetternich liegt ein mehrteiliges Bauensemble, bestehend aus einer kleinen, dem heiligen Wendelinus geweihten Kapelle, einem zinnenbesetzten Burghaus und einem Wirtschaftshof. Abgesehen von der Kapelle ist es vor allem das Burghaus, das dem Betrachter sofort ins Auge sticht. Es wurde 1858 von dem Jülicher Kaufmann Carl Grünewald neu erbaut, in Größe und Form bescheiden, aber in dem damals für einen repräsentativen Landsitz üblichen Stil. Der Vater des Erbauers hatte das Land 1833 erworben.

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Gut Wolfshoven wurde schon 1526 erwähnt; es gehörte dem Jülicher Schöffen und Bürgermeister Kyrstgen van der Heggen. Ihn beerbte eine Familie Weyerstrass, die das Gut an Kaspar Sengel verkaufte. In der Mitte des 17. Jahrhunderts musste es wegen der auf ihm lastenden Schulden versteigert werden. Um 1748, inzwischen war eine Familie Codonnaeus Eigentümer, kam es zu einem gerichtlichen Vergleich mit der Gemeinde. Der Eigentümer hatte sich energisch dagegen ausgesprochen, Steuern abzuführen. Statt der Steuern bekam die Gemeinde das Land, verpachtete die Äcker und verkaufte die Gebäude an zwei Eremiten, Peter Zimmermann und Johannes Leusch. Bei einem Erdbeben 1778 wurde die Einsiedelei schwer beschädigt und musste neu aufgebaut werden. Um 1822 scheint es keine Einsiedler mehr gegeben zu haben, denn das Gut wurde verkauft.

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Der Erbauer des stattlichen Herrenhauses hat dort nicht lange gelebt, schon 1869 wurde es wieder verkauft. Vor dem Zweiten Weltkrieg bewohnte es der Studienrat Dr. Peter Remark vom Gymnasium in Jülich. 1956 fiel es an der Staat. Weil keiner den "alten Kasten" haben wollte, wurde das Wohnhaus billig vermietet.

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Im Gegensatz zu dem Hof, der auch heute noch bewirtschaftet wird, macht das Wohnhaus heute einen verlassenen Eindruck. Durch die beiden Ecktürme ist die Gartenseite als Hauptfassade ausgewiesen. Die Fenster in den Türmen sind pro Geschoss paarweise zusammengezogen und haben einen halbkreisförmigen Abschluss. Den oberen Abschluss bildet ein Kranz von kleinen Zinnen, der über einem gemauerten Rundbogenfries beginnt. Etwa auf halber Geschosshöhe sind dem Mauerwerk schlanke Eckwarte angefügt. Sie überragen den Abschluss der Türme. Die beiden Pfosten an der Einfahrt des Wirtschaftshofes wurden von der Festung Jülich hierhin gebracht.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Stetternich, Stadt Jülich

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Das Haupthaus ist von der Straße aus gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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