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Burg Wollersheim

Geschichte:
Gödersheim soll schon 1343 im Besitz einer Familie gewesen sein, die den gleichen Namen getragen hat. Eine Generation danach gehörte es zu dem Besitz eines Johann von Vlatten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert heiratete der letzte Vertreter dieser Familie in die Familie von Lülsdorf ein. Bald darauf taucht in den Urkunden jedoch wieder einen Godart auf, der nach dem Besitz den Zunamen Goederschem trägt. Wahrscheinlich diente der Zusatz nur zur besseren Unterscheidung von ähnlich klingenden Namen. Zu Beginn des 17. Jh. wird in einer Liste von Besitzungen des Adels in der näheren Umgebung ein Albrecht von Lülsdorf aufgeführt.

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Um diese Zeit wurde das modernisierte Haus mit allen zugehörigen Teilen verkauft und durch Erbschaft an den Freiherrn Gotthard von Merode-Houffalize überschrieben. Er verstarb 1706. Sein Sohn Johann Wilhelm, der mit Anna Maria Holtrop verheiratet war, ließ vor dem Haus einen Zwinger anlegen. Beider Wappen, ein sogenanntes Allianzwappen, schmückte das Törchen zu diesem kleinen Vorbau.

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Die letzte Vertreterin dieses Zweigs der Familie Merode war eine Klosterfrau, sie bekleidete das Amt einer Dechantin am St. Quirinus-Stift in Neuss. Als sie starb, vermachte sie die Güter, genauso wie Burg Jüngersdorf, ihrem Rentmeister Graef in Düsseldorf. Seine Erben verkauften den Besitz.

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Um 1910, so findet sich in der älteren Literatur, war der Komplex, im Tal des Neffelbaches gelegen, in schlechtem baulichen Zustand, das Dach des Herrenhauses eingestürzt und Teile seiner Innenausstattung geplündert. Mit seinem rechteckigen Grundriß und den beiden Wohngeschosse ähnelt es der etwa zur gleichen Zeit entstandenen Hallenburg in Disternich. Für das aufgehende Mauerwerk verwendete man Bruchstein, die Decken werden von mächtigen Holzbalken getragen. Eine kleine Brücke, die heute jedoch nicht mehr zu sehen ist, verband einst Wohnhaus mit den Wirtschaftsgebäuden. Die ehemalige Vorburg mit Scheunen und Stallungen wurde fast vollkommen abgebrochen. Heute befinden sich dort verschiedene Gebäude aus den Jahren um 1950. Sie gehören dem Landschaftsverband Rheinland, der dort ein heilpädagogisches Zentrum des Rheinischen Landeskrankenhauses unterhält.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Wollersheim, Stadt Nideggen

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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