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Wymarshof

Geschichte:
Die Geschichte des Wymarshofes lässt sich bis ins ausgehende 16. Jh. zurückverfolgen, denn 1596 wurde durch seine Heirat Bartholomäus von Wymar zum neuen Eigentümer des Gutes in Kirchberg: Nach ihm wurde "Haus Kirchberg" in Wymarshof umbenannt. Nahezu zwei Generationen vorher waren Haus, Hof und Ländereien im Besitz des Heinrich von und zu Metternich und seiner Gattin Margarethe von Adenau. Sie hatten eine Tochter mit Namen Eva, die 1547 Wilhelm von Steinen heiratete und die den Besitz als Mitgift in die Ehe einbrachte.

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Bartholomäus von Wymar hatte sich nach einem geschickten Baumeister umgehört, der ihm ein bequemeres Wohnhaus anstelle der mit einem Wassergraben umgebenen, schon stark baufälligen Gemäuer errichten konnte. Das Wohnhaus hat einen rechteckigen Grundriss und zwei Wohngeschosse. Über dem Speicher schlug man ein steiles Satteldach auf, das an den Seiten durch Treppengiebel eingefasst wird. Nach den schmiedeeisernen Mauerankern an der Seitenfassade, mit denen die tragenden Deckenbalken mit dem Ziegelmauerwerk der Außenwände verbunden sind, ist das Haus 1605 fertig geworden. Weil man es sich leisten konnte - und das auch den vorbeikommenden Fremden zeigen wollte -, wurde an der Nordecke später ein Turm angebaut.

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Die Wassergräben stammen vom Bau des Vorgängers; sie markieren die Grenze zur so genannten Vorburg. Rechtwinklig umgeben Stallungen und Scheunen einen Hof. Bei ihrer Erbauung legte man weniger Wert auf die Wahl der Baumaterialien und die qualitative Ausführung, und deshalb mussten sie im Laufe der Jahre mehrfach erneuert werden. Nach den vorhandenen Quellen ließen Johann Marcus von Wymar und seine Gattin Johanna Elise von Horrich zu Glimbach um 1700 diese Gebäude erneuern. Stolz künden die Wappen des Ehepaars am Nordostflügel von dieser für den Wymarshof glücklichen Zeit.

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Im 17. Jh. wurde auf dem Hofgelände ein römischer Grabstein gefunden, der nach seiner Inschrift als der des römischen Geschichtsschreibers Cornelius Verus Tacitus gedeutet worden ist. Überprüfen lässt sich das heute jedoch nicht mehr, denn schon einige Jahre später war der Stein verschwunden.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Kirchberg, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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