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Jülicher Zitadelle

Geschichte:
Die Geschichte der Stadt Jülich beginnt natürlich nicht erst mit dem Bau des imposanten Schlosses von Herzog Wilhelm V., der den Beinamen "der Reiche" trug. 1543 hatte er um das Herzogtum Geldern gekämpft, und dabei gegen Kaiser Karl V. verloren. Burg Nideggen, bisheriger Stammsitz der Jülicher, war in Schutt und Asche versunken, also musste eine neue, moderne Residenz her. Was lag näher, als sie nach Jülich zu verlegen, zumal die Stadt 1547 völlig niederbrannte und neu aufgebaut werden sollte.
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Der aus Italien stammende Alessandro Pasqualini d. Ältere wurde an den Hof geladen und entwickelte Pläne von einer idealen Stadt, der ein Fünfeck als Grundfläche zugrunde lag. Eine der Flanken nahm der Sitz des Herrschers ein, eine geschickte und zur damaligen Zeit ganz moderne Kombination mit repräsentativer Wohnstätte und zweckmäßigem Verteidigungsbau. Vier Gräben mit mächtigen Wällen, deren Erdreich von starken, abgeschrägten Mauern gehalten wurde, bildeten den Schutz. An den Ecken befanden sich so genannte Bastionen, von oben betrachtet pfeilförmige Anbauten, auf denen Geschütze platziert wurden, die selbst Mauern und Tore im toten Winkel schützen konnten.

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Das ehemalige Schloss bestand aus vier Flügeln und war dem Palast in Breda nachempfunden. In der Mittelachse der Ostseite sprang die Schlosskapelle mit ihrem reichen Architekturbild aus dem Mauerwerk hervor. Die vier Ecktürme und der zweigeschossige Säulenumgang im Iinnenhof sind nur noch auf alten Zeichnungen zu sehen. Denn bereits im 17. Jahrhundert wurde das Schloss stark verändert. Beim Einbau eines weiteren Geschosses wurden die Fenster verändert. Aber auch die reiche Wandgliederung aus Blaustein, die heute noch teilweise an der Ostfassade zu sehen ist, ging verloren. Die schlichte Rokoko-Fassade der Kapelle im Innenhof wurde nach einem Brand 1768 angefügt.

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Seit dem Umbau diente das Schloss als Kaserne und Schule für Unteroffiziere. Im Zweiten Weltkrieg brannte es bis auf die Umfassungsmauern ab. 1965 verkaufte die Stadt den Komplex an das Land Nordrhein-Westfalen, um hier ein Gymnasium unterzubringen. Von 1969 bis 1972 wurde es unter der Leitung von Karl-Theodor Atzpodien ausgebaut. Er rekonstruierte den Ostflügel für die Verwaltungsräume und setzte anstelle des 1892 abgebrochenen Westflügels einen mit Blei verkleideten Baukörper für die Aula. Die Instandsetzungsarbeiten an den Wallanlagen sowie den angedeuteten barocken Gartenanlagen im Innern der Wälle fanden ihren vorübergehenden Abschluss im Jahr 1993, zum 500. Geburtstag des Baumeisters Pasqualini.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Das gesamte Gelände der Zitadelle ist zugänglich, Teile sind in das Jülicher Stadtmuseum integriert. Hier befindet sich auch das Gymnasium.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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