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Untere Antweiler Burg

Geschichte:
Obere und Untere Burg Antweiler
Die zwei Burgen von Antweiler dokumentierten die historische Besitzteilung des Ortes vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Mittlerweile ist der Ort fast bis zur Unkenntlichkeit überbaut worden, die Oberburg wurde bis auf wenige Reste für den Neubau einer Raiffeisenbank abgebrochen. Grundbesitz in Antweiler hatten die Abtei Deutz und das Bonner Stift Dietkirchen. Ihre örtlichen Verwalter ("Vögte") saßen auf der Unterburg, die sie wohl erst im 13. Jh. gründeten, um ihre Herrschaft zu festigen. 1345 hatten die Herren von Antweiler vom Landesherrn, dem Grafen von Jülich, die Gerichtsbarkeit erhalten, woraus sich die Unterherrschaft Antweiler entwickelte. Deren Herren waren im 15. Jh. die von Metternich, zugleich Erbvögte von Deutz und Dietkirchen. 1488 erwarben die Herren von Ahr Vogtei und Herrschaft, die sie Anfang des 16. Jh. auf zwei Linien aufteilten. Die jüngere Linie erbaute die Oberburg und erhielt die Deutzer Vogtei, die 1716 an die Unterburg zurückfiel. Die Oberburg wurde an den Jesuitenorden verkauft, 1777 an die Kölner Schulverwaltung und 1941 an die Raiffeisenbank, die das Herrenhaus abreißen ließ. An die Burg erinnern nur noch der runde Turm der Vorburg mit seinem zweigeteilten spätgotischen Helm und zwei Wappenkamine im Museum in Zülpich.

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Beide Burgen waren ursprünglich wasserumgeben; die Gräben sind weitgehend verschliffen. Die Unterburg dient heute dem Eigentümer Freiherrn Raitz von Frentz als gepflegter Wohnsitz, nachdem er den heruntergekommenen Pachthof hatte wiederherstellen lassen. Die einst zweiteilige Burg zeigt nur in den Mauern der Vorburg noch mittelalterliche Spuren in Form großer Sandsteinblöcke. Die Außenmauer steht auf der Wehrmauer des 14. Jh., innen ist 1728 ein Halfenhaus angebaut worden. Die Hauptburg ist von einer Ringmauer umgeben, die mit Türmen verstärkt war und in deren Westecke das Burghaus gestanden haben dürfte. Das heutige Wohnhaus war der Torflügel des frühen 16. Jh., angebaut an einen viel älteren Eckturm. Von einem weiteren Flügel ist nur noch ein Ansatz erhalten.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

Ortslage:
Antweiler, Stadt Mechernich, Kreis Euskirchen

Anfahrt:

Literatur:

Links:

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