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Burg Kleinbüllesheim

Geschichte:
Die sogenannte Große Burg in Kleinbüllesheim geht zurück auf einen fränkischen Edelherrenhof, den Kaiser Lothar II. einem seiner Vasallen aus dem hochadligen Geschlecht der Pfalzgrafen 856 geschenkt hat. Der Erdhügel der zugehörigen Motte hat bis 1942 150 m südlich der heutigen Burg bestanden. Die Landesherrschaft übte seit 1337 der Markgraf von Jülich aus, ab 1369 Kurköln. Vom 12. bis 14. Jh. saßen hier die Herren von Büllesheim, die von Irnich, von Ulmen und seit 1463 die späteren Freiherren von Bourscheidt. Über die Freiherren von der Wenge kam Büllesheim 1850 an die Grafen Wolff von Metternich zur Gracht, 1890 an die Freiherrn von Solemacher-Namedy und schließlich wieder an den Grafen Paul Wolff von Metternich, den heutigen Besitzer, der die Burg seit Jahren Stück für Stück restauriert.

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Als zweiteilige Wasserburg wurde die Große Burg spätestens im 14. Jh. gegründet und löste die Motte ab. Auf fast rechteckigem Grundriss liegen Vorburg und Herrenhaus, dessen Zwischengraben im 18. Jahrhundert zugeschüttet wurde, während der große Burggraben erst seit einigen Jahrzehnten trocken liegt. Die geräumige dreiflügelige Vorburg hat die Außenmauern und Ecktürme des 14. Jh. bewahrt; an vielen Stellen sieht man noch außen den alten Zinnenkranz im Mauerwerk und innen die Arkaden des Wehrganges.

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Der malerische spätgotische Torbau mit Ecktürmchen und Wehrgang wurde um 1728 geschickt barockisiert, ebenso der anschließende Wohntrakt, erkennbar am Mansarddach. Schmuckstück der Anlage ist das hochbarocke Herrenhaus, 1728 in den Mauern der mittelalterlichen Burg von keinem Geringeren als Johann Conrad Schlaun erbaut. Seine Stilgebung der Ostfassade des Brühler Schlosses ist hier deutlich als Vorbild zu spüren und bewirkt auch hier jene vornehme Eleganz, die alle Ungereimtheiten zwischen Mittelalter und Barock gelassen überspielt.

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Im Grundriss und in der Raumaufteilung merkt man aber sehr deutlich den Einfluss der mittelalterlichen Burg; der weitgehende Verzicht auf rechte Winkel resultiert aus der Übernahme der alten Mauern ebenso wie die nicht ganz konsequente Raumfolge. So erfolgt z.B. der Hauptzugang von der Südseite und lässt die nötige Repräsentanz einigermaßen vermissen, ein für Schlaun typischer Kompromiss zwischen modernen Anforderungen und vorhandenen Gegebenheiten. Man tritt danach in eine sehr kleine Halle mit schön geschwungener Treppe und anschließend in eine korrekt gestaltete gartenseitige Enfilade. Der zugehörige formale Garten vor der Ostseite ist längst romantisch überformt worden, nur einige hübsche Rokokoplastiken lassen den früheren Glanz ahnen.
Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Kleinbüllesheim, Stadt Euskirchen, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 2) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 1) führen direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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