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Burg Eicks

Geschichte:
Im tief eingeschnittenen Tal des Bruchbaches liegt wie seit Jahrhunderten fast ungestört und verwunschen das Schloss Eicks, dessen gepflegte Patina schon auf den ersten Blick einen alten Adelssitz in altem Familienbesitz verrät, unberührt von moderner Innovationswut.

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Das bestehende Barockschloss ist der Nachfolger eines mittelalterlichen Herrenhofes, Sitz eines der 5 adligen Herren in Eicks, wie sie schon 1291 auftraten. Anfang des 14. Jh. saß auf dem Herrenhof, den er zur Burg ausbaute, Herr Johann von Eicks aus einem ungenannten Edelherrengeschlecht. Seine Tochter brachte Eicks an ihren Mann Wilhelm von Saffenberg, beider Enkelin heiratete Johann Brent von Vernich aus der Lauvenburg, den notorischen Raubritter. 1452 erbten Graf Ruprecht von Virneburg-Saffenberg und Harper von Reuschenberg. Bis 1794 blieben die Virneburger und ihre Nachfahren Lehnsherren in Eicks. 1612 erbten die von Hompesch-Bollheim, 1624 heiratete Anna von Hompesch Dietrich von Syberg, den Landdrosten und Obristkämmerer der Grafschaft Mark, fürstlich pfalz-neuburgischen Geheimrat, Amtmann zu Münstereifel und Tomburg. Ihr Sohn Hermann Dietrich, jülichscher Oberlandmarschall, war reich genug, um den alten Fronhof endlich durch ein standesgemäßes Schloss ersetzen zu können, das von 1680-97 gebaut wurde. Franziska von Syberg schenkte als letzte ihres Hauses Eicks ihrem Neffen Wilhelm Freiherrn von Hövel, dessen Tochter es an ihren Mann Gisbert Freiherrn von Geyr brachte. 1932 erbte ihr Sohn Franz Joseph, danach seine Schwester Maria von Gescher. Deren Enkel Achim Bacher ist der jetzige Besitzer und Bewohner, der das Schloss aus einem fünfzigjährigen Dornröschenschlaf geweckt hat und dem langsamen Verfall Einhalt gebot.

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Eicks ist eine große zweiteilige Wasserburg, die noch zum Teil die unregelmäßigen Gräben des mittelalterlichen Vorgängers übernimmt. Die geräumige dreiflügelige Vorburg ist ein kompletter Neubau von 1680 mit zwei Ecktürmen. Von den ursprünglich zwei seitlichen Toren (nach Osten und Westen) ist nur das östliche Nebentor mit dem Allianzwappen Syberg/Palandt alt; das westliche wurde 1786 durch ein repräsentativeres Tor- und Verwaltungsgebäude ersetzt. Das Herrenhaus zeigt sich als schiefwinkliger Rechteckbau mit weit vortretenden Ecktürmen und hohem Walmdach, eine schon im 16. Jh. beliebte Form. Im Keller findet sich der Rest des mittelalterlichen Burghauses. Das sehr gleichmäßig gegliederte Schloss erscheint bis auf den wappengeschmückten Mittelrisalit recht schlicht und erinnert (ehemals mit Zugbrücke) - mehr an einen wehrhaften Rittersitz, dessen Inneres gleichwohl von einer für seine Zeit hochmodernen Aufteilung und einer faszinierend originalen Erhaltung geprägt ist.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Eicks, Stadt Mechernich, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 7) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 6) führen direkt an der Burg in Eicks vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:
BAB A 1 - Ausfahrt Euskirchen-Wisskirchen, Richtung Mechernich, in Kommern rechts dem Hinweisschild nach Eicks folgen.

Literatur:

Links:
Schloß Eicks: www.schloss-eicks.de/

Die Burg ist in Privatbesitz und kann innen nicht besichtigt werden. Ein Zugang von außen aber ist möglich. Einige Räumlichkeiten im Schloss können für private Feiern gemietet werden.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und die angebrachten Hinweisschilder.


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