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Burg Flamersheim

Geschichte:
Die Burg zu Flamersheim, der Erscheinung nach eher ein Schloss, ist in vielen Jahrhunderten zu der heutigen weitläufigen Anlage ausgeformt worden. Ihre Ursprünge gehen bis ins 9. Jh. zurück. In seiner "villa regia nomine Flamersheim" brach sich im Jahre 870 König Ludwig der Deutsche zwei Rippen, als der Söller seines Hauses unter ihm einstürzte. Nach den Normannenstürmen Ende des 9. Jh. wird auch der königliche Hof zu Flamersheim neu aufgebaut und befestigt worden sein, um wenig später den Pfalzgrafen, die auf der Tomburg residierten, als Verwaltungsstandort zu dienen. Eine Burg im Besitz des Emelrich von Ringsheim wird erstmals 1358 erwähnt. Den Herren von Ringsheim folgten 1429 die Krümmel von Eynatten, kurz darauf die von Palandt.

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1524 bis 1776 saßen die Quadt von Landskron auf Flamersheim, das sie im 17. Jh. zum barocken Landschloß ausbauten. 1844 kaufte der Immobilienspekulant Franz Georg Weckbecker das Anwesen. Dieser veräußerte Ringsheim und Flamersheim zusammen an die Brüder Kaufmann aus Köln, von den sie 1861 die Elberfelder Fabrikantenwitwe Bemberg erwarb. Ihr Sohn Julius wurde 1884 geadelt, und im Besitz seiner Nachfahren sind beide Häuser noch heute.

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Das hohe Alter des Flamersheimer Herrensitzes zeigt sich in der Nähe zu Kirche und Dorfplatz als den öffentlichen Räumen geistlicher und weltlicher Herrschaft. Vom Dorfplatz gelangt man unmittelbar in den großen Schlosspark. Im 17. Jh. symmetrisierte man das Gebäude durch Anbau eines zweiten Eckturmes und gab beiden Türmen geschweifte Hauben mit Laternen.

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Im letzten Viertel des 18. Jh. wurde das Herrenhaus in Art einer Maison de Plaisance funktionell und optisch der herrschenden Mode angepasst. Ab 1861 wurde Flamersheim aufwendig überformt und im Stile des Neobarock vom Land- zum Hauptsitz einer Großgrundbesitzerfamilie umgestaltet. So bietet es sich heute noch dar, mit Walmdach, differenzierter Stuckfassade, großem Portalvorbau, Auffahrt, Turmpavillons und einem dichten Netz von Bauornamentik. Das Innere wurde mit einer zweiten Treppe und historistischen Stukkaturen aufgewertet, der Gartensaal ganz neu ausgestattet, der zivilisatorische Komfort entscheidend verbessert, so dass es bis heute den hohen Ansprüchen seines Eigentümers genügt. Dieser hat in den letzten Jahren die Unterhaltung des Schlosses auf eine neue finanzielle Grundlage gestellt, indem er die Landwirtschaft auslagerte und die freiwerdenden Gebäude zu komfortablen Wohnungen ausbaute.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Flamersheim, Stadt Euskirchen, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 4) führen direkt an der Burg in Flamesheim vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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