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Gülichsburg

Geschichte:
Die malerische kleine Gülichsburg liegt unterhalb des historischen Ortskernes von Schwerfen am historischen Mühlengraben, der kurz zuvor vom Rotbach abgezweigt wird, mehrere Mühlen antreibt und früher den Burgweiher füllte. Schon im Jahre 1147 gibt es ein Ortsadelsgeschlecht von Schwerfen, das aber kaum auf der Gülichsburg gesessen haben kann, dafür weist deren regelmäßige Anlage zu deutlich ins 14. Jh.. Auch sind Mühlengräben dieser Art und dieses Umfanges in der Region kaum vorher zu finden.

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Die Herren von Schwerfen werden eher in einem befestigten Adelshof oben im Dorf residiert haben und scheinen zu keiner größeren Bedeutung gelangt zu sein, während die kleine Burg erst 1365 als Jülicher Lehen des Wilhelm von Berg erwähnt wird und wohl auch nicht wesentlich älter ist. 1638 verkauft der Herr von Kaldenbach seine Burg an Engelbert von Gülich zu Berg, nach dem sie seitdem Gülichsburg genannt wird. Da sie nie landtagsfähiger Rittersitz war und ihr auch sonst keine weiteren Adelsrechte anhafteten, behielt sie ihre geringe Größe und vor allem ihre Einteiligkeit. Nach wechselnden bürgerlichen Besitzern im 19. Jh. erwarb sie 1911 der Großvater des heutigen Eigentümers, der sie noch immer als landwirtschaftlichen Betrieb führt.

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Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude sind zur Vierflügelanlage um einen Innenhof angeordnet, was sicher noch der mittelalterlichen Anlage entspricht. Allerdings sind alle Wirtschaftsbauten 1830 auf älteren Fundamenten erneuert worden. Das eigentliche Burghaus ist im Kern ein klassischer Bau der Spätgotik und in der westlichen Hälfte weitgehend aus seiner Erbauungszeit um 1500 erhalten. Neben den neueren barocken Fenstern gibt es noch drei gotische Querstockfenster, die Konsolen zweier Aborterker und vor allem den mächtigen Kamin als Spuren des Mittelalters. Auch der hofseitige Erker folgt einem gotischen Vorgänger; dagegen ist der Dachstuhl noch ganz original. Der östliche Teil dieses Burghauses wurde 1785 bis auf die Fundamente abgebrochen und durch den annähernd gleichgroßen Barockbau ersetzt, dessen modernere Innengestaltung auch auf den Altbau übergriff. Man geht sicher nicht fehl in der Annahme, dass die Erneuerung des Altbaues folgen sollte und aus unbekannten Gründen unterblieb.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Schwerfen, Stadt Zülpich, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 5) führt direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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