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Burg Irnich

Geschichte:
Die Burg zu Irnich folgt mit ihrer Alleinlage in der Feldflur einer keltisch-römischen Siedlung, wahrscheinlich einem Gutshof, der nahe der Römerstraße Köln-Zülpich-Trier gegründet worden war und auch in fränkischer Zeit weiterbestand. Aus der Einzelhofsiedlung entwickelte sich im 14. Jh. die Burg, die einem Adelsgeschlecht ihren Namen gab: 1373 siegelte Daniel von Irnich eine Urkunde. Die von Irnich hinterließen keine weiteren Spuren, und der 1449 genannte Jordan Mullen von Irnich dürfte mit Jordan Muil von Sinzenich identisch sein.

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1454 kam die Burg durch Heirat an die Familie von Berg zu Blens und Dürffenthal. die den nunmehr landtagsfähigen Rittersitz im Herzogtum Jülich 1491 an die Bock von Lichtenberg verkaufte. Deren letzte Erbtochter brachte Irnich 1555 an die Herren von Holtrop, von denen sie 1789 an die Familie von Mosbach gen. Breidenbach auf der benachbarten Burg Sinzenich gelangte. Letzte adelige Aufsitzer waren die Freiherren von Proff zu Irnich, von denen sie nach dem letzten Krieg Ferdinand Leisten samt Ackerland erwarb.

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Die große vierflügelige Hofanlage ist zu ihren Glanzzeiten, also wohl bis Mitte des 16. Jh., eine zweiteilige Wasserburg gewesen, deren Gräben nur noch teilweise wassergefüllt sind und der südlich ein weiterer Wirtschaftshof vorgelagert war. Heute sind die Gräben zwischen Herrenhaus und Vorburg verschwunden und überbaut. Der erhaltene Burghof besteht aus Torhaus und Wohnhaus im Süden, einer großen Fachwerkscheune des 18. Jahrhunderts im Norden mit mittelalterlichem Nordosteckturm, einem Stalltrakt im Osten, der im 19. Jh. über einem älteren Bau errichtet wurde und dessen Datierung von 1566 im Giebel übernahm. Vom Westflügel sind nur Teile der Außenmauern alt. Der Torbau war früher sicher höher, und die runden Erker hatten eigene Dächer.

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Das Wappen über dem rundbogigen Tor ist das der Berg-Blens, so dass der Bau nicht nach 1491 entstanden sein kann. Der anschließende Wohnbau mit schönen Kreuzstockfenstern hat eine hofseitige Fassade aus sehr kräftigem Fachwerk, ähnlich dem der Burg Langendorf. Der folgende Teil stammt aus dem 18. und 19. Jh. und enthielt die Küche. Der westliche Teil aber, heute unter einem Schuppendach, ist von höchstem Interesse; hier finden sich Reste schöner Gewölbe, Kamine, Erker und Fenster, die nur den Schluss zulassen, dass es sich hier um das eigentliche älteste Burghaus handelt, ursprünglich von einem eigenen Wassergraben umgeben.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Schwerfen, Stadt Mechernich, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 5) führt durch Schwerfen. Am Ortsende zweigt rechts die Zufahrt zur Burg Irnich ab.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz, von außen aber frei zugänglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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