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Lauvenburg

Geschichte:
Die romantisch in altem Baumbestand am Dorfrand von Nemmenich gelegene Lauvenburg ist eine typische mittelalterliche Wasserburg von sehr guter und anschaulicher Erhaltung. Sie dürfte kaum vor dem 14. Jh. entstanden sein, als erstmals ein Henz von Loewenberg genannt wurde. 1408 ist sie Lehen und Offenhaus des Herzogs von Jülich, dessen hiesige Lehensmannen sich erfolgreich als Raubritter betätigten. 1603 erscheint die Lauvenburg in der Liste der landtagsfähigen Rittersitze, war aber offenbar meist in der Hand kölnischer Bürgergeschlechter. Im 17. Jh. baute der kurpfälzische Geheime Rat Johann Heinrich Cramer von Clauspruch die Burg mit größeren Fenstern und inneren Veränderungen zu einem etwas wohnlicheren Landsitz um. Von seinen Erben wurde sie 1760 an den französischen Grafen Latour verkauft, der 1794 vor den französischen Revolutionstruppen floh und enteignet wurde. Dem Munizipalagenten und Notar Johann Wilhelm Krüppel folgte im Besitz der Makler Winand Guffanti, 1860 der Landwirt Bergerhausen, dessen Enkelin die Burg 1982 an Dr. Wasserburger verkaufte.

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Noch immer speist der mittelalterliche Mühlengraben, abgezweigt vom Rotbach, die Gräben der zweiteiligen Burganlage. Die von der Straße aus zugängliche Vorburg ist nach einem Brand 1868 in neugotischen Formen wiederaufgebaut worden, wobei das Tor an die heutige Stelle verlegt wurde. Einfache Wirtschaftsgebäude flankieren einen Hof mit ummauertem Mistplatz in der Mitte, wie er früher in den meisten Vorburgen üblich war. Dahinter erhebt sich der spätgotische Backsteinbau der Hauptburg, dessen hofseitiger Flügel mit dem spitzbogigen Tor noch dem 15. Jh. angehört, während der breitere Südflügel mit Treppenturm im Winkel im 16. Jh. einen kleineren Vorgängerbau ersetzte. Am ganzen Bau findet man noch die Spuren der gotischen Fenster; die Dachstühle und Treppengiebel sind ebenso original wie der Abortvorbau an der Nordecke. Neben das Tor hat man um 1890 das Barockportal aus dem Südflügel versetzt, um eine freundlichere, bürgerlichere Eingangssituation zu schaffen. Innen ist die spätgotische Einteilung weitgehend erhalten, bereichert um einige jüngere Kamine, Kachelöfen, Stuckdecken und Türen. Ansätze einer hofseitigen Holzgalerie und von hohen Wehrmauern an den Hoffronten zeugen von einer ungemütlichen Vergangenheit.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Nemmenich, Stadt Zülpich, Kreis Euskichen

Anfahrt mit dem Rad:
"Wasserburgen-Route" (Tour 7) und "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 2) führen zwischen Zülpich und Euskirchen direkt am Burggelände in Nemmenich vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:(Etappe 2)

Literatur:

Links:

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