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Burg Linzenich

Geschichte:
Die Burg in Linzenich, in der einst sumpfigen Rotbachaue nahe des gleichnamigen Dorfes gelegen, sieht heute wie ein großer Gutshof aus. Die weitläufigen Gräben, die nur zu den Straßen hin Wasser führen, und die Einzellage des Wohnhauses lassen aber immer noch erkennen, dass es sich um einen ehemals zweiteiligen Adelssitz handelt.

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Die erste Nennung einer Burg im Jahre 1357 bezeichnet den Ortsadligen Teyle von Linzenich als Hausherrn. Nach Art der Anlage wird die Burg auch nicht wesentlich älter sein. 1521 verkauft Werner von Merode sein Haus Linzenich, das jetzt nur noch den Status eines "vreyen hoffs" genießt, also zehnt- und steuerfrei ist, aber kein Burgrecht genießt, an Margareta von Ellerborn geb. Merode. 1472 wurden die von Colyn als Herren zu Linzenich erwähnt, die 1642 ausstarben und die im selben Jahr von hessischen Truppen zerstörte Anlage an die von Keverberg vererbten. Das wiederaufgebaute Haus wurde 1755 durch das in der ganzen Gegend spürbare Erdbeben beschädigt und nach 1768 von der neuen Besitzerin Maria Trimborn in der bis heute bestehenden Form erneuert. Nach mehreren Eigentumswechseln im 19. und 20. Jh.t ist die Burg zu Linzenich seit 1930 im Besitz der Familie Zerweck.

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Der große Wirtschaftshof aus Backstein entstand gegen Ende des 19. Jh. und ersetzt die alte Vorburg, deren Umfang allerdings mit der Scheune nach Osten überschritten ist. Der seitliche Zugang von der Straße steht noch in der Tradition des Mittelalters. Das einst ganz freistehende Wohnhaus ist ein gut proportionierter Bau, der wenigstens mit seinem Keller und Erdgeschoss noch dem Anfang des 18. Jh. zuzuweisen ist. Mittelalterliche Reste sind auch in den tonnengewölbten Kellern nicht mehr auszumachen, so dass man einen völligen Neubau aus der zeit vor sich hat, als Linzenich nach Jahrhunderten wieder vom Eigentümer und nicht vom Pächter bewohnt war.

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Der zweigeschossige Bau auf hohem Sockelgeschoss wirkt noch burgartig repräsentativ und soll mit seiner klaren Achsenteilung, dem hohen Walmdach und dem herrschaftlichen Portal an die adelige Vergangenheit erinnern. Auch Freitreppe und Brücke resultieren aus diesem Anspruch, aber auf ein Wappen wurde verzichtet. Keller und Erdgeschoss bestehen aus Bruchstein, während das allseits vorgekragte Obergeschoss als verschieferte Fachwerkkonstruktion ausgeführt ist und wohl ganz nach 1755 entstand. Die Innenaufteilung ist fast ganz original erhalten und entstammt mit ihrem zentralen Vestibül-Treppenhaus und den darum angeordneten Räumen der Vorstellungswelt des Spätbarock, als für ländlich-herrschaftliche Wohnhäuser die Maison de Plaisance das favorisierte Vorbild war.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Linzenich, Stadt Zülpich, Kreis Eurkichen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 5) führt direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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