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Burg Münstereifel

Geschichte:
Weithin sichtbar über Münstereifel thront beherrschend die Ruine der ehemaligen Landesburg. Münstereifel war Anfang des 9. Jh. von der Abtei Prüm auf altem Königsland gegründet und immer von einer Burg geschützt worden. Die älteste Burg auf dem Queckenberg diente einem adligen Vogt als Sitz, der die weltlichen Belange der geistlichen Gründung wahrzunehmen hatte. Von den 1105 genannten Grafen von Are kamen Vogtei, Stadt und Burg 1246 an die Kölner Kirche und 1262 an die Herren von Bergheim. Diese begannen die Ummauerung der Stadt und den Neubau einer Burg im Verlaufe der Stadtmauer und verließen die sogenannte Alte Burg, die seitdem langsam verfiel. 1312 starben die Herren von Bergheim aus und vererbten Burg und Stadt an die verwandten Grafen von Jülich, bei deren Haus sie bis 1794 verblieben.

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Die Stadt wurde eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Jülich, die Burg Sitz eines Amtmannes. Als solcher benötigte sie keine repräsentativen Formen, sondern blieb reiner Wehrbau, nüchtern und zweckmäßig, gewalttätig und unwohnlich. Nach ihrer Zerstörung durch französische Truppen im Jahre 1689 konnte die Burg nur noch teilweise durch kurfürstlich pfälzische Beamte bewohnt werden. 1809 kaufte der letzte Vogt von Münstereifel die Ruine und nutzte sie als Steinbruch. Auf weiteren Verfall und Abbruch der Westmauer folgte 1879 der Einbau eines Tanzsaales, 1913 der Bau einer Burgschänke auf der Nordmauer, schließlich 1955-59 der Bau einer Gaststätte. Seit 1911 war die Burg städtisch, bis sie in den 1980er Jahren durch einen Privatmann radikal und ziemlich verunklärend umgeformt wurde.

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Die Burg von Münstereifel ist eine Hangburg, was der Neubau der B 51 unkenntlich gemacht hat. Hier gab es ursprünglich gegen den Berg einen tiefen Graben, hinter dem die noch bestehende mächtige Schildmauer mit ihrem enorm mauerstarken Mittelturm aufragt. Wehrgänge und Spuren der einst innen angebauten Wohnhäuser sind erhalten. Ein später vorgelegter Zwinger machte diese Seite nahezu uneinnehmbar. Die Ecken der leicht gebogenen Schildmauer sind mit Türmen verstärkt, deren südlicher mit einem gegenüberliegenden, heute ganz verschwundenen Pendant einst das Doppelturmtor bildete. Durch dieses kommt man in den heute ganz belanglosen Innenhof, der nichts mehr von der früheren Grafenburg ahnen lässt. An der im Grundriss abgeflachten Nordseite der hufeisenförmigen Anlage stand ehedem der Palas der Herren von Bergheim, von bewohnbaren Ecktürmen flankiert, dreigeschossig und mit einem hohen Dach und insgesamt wahrhaftig eindrucksvoller als seine neuzeitlichen Nachfolger. Als stärkster Punkt der Stadtbefestigung war die Burg an beiden Seiten mit der Stadtmauer verbunden, an der Eingangsseite durch ein teilweise erhaltenes Vortor verstärkt.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Bad Münstereifel, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 7) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 3) führen nach Bad Münstereifel.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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