Burgruine Neuweiler
Geschichte: 400 in nordöstlich der Burg Dollendorf liegen im Ahrtal die Reste der Burg Neuweiler auf einem kleinen Hügel. Der fränkischen Namensendung (-weiler) und der Lage nach könnte sie älter als die Burg Dollendorf sein, typologisch gesehen sogar ihr Vorgänger, wenn auch ihre erste und letzte Erwähnung Ende des 12. Jh. mit ihrem Besitzer Ulrich von Neuweiler recht spät erscheint, der sich als Niederadeliger unter die Lehenshoheit von Kurköln begab.
Die jüngere und viel bedeutendere Burg der hochadeligen Dollendorfer wird der Grund für ihren schnellen Untergang gewesen sein. Typologisch gehört Neuweiler zu den hochmittelalterlichen Motten, die von Höhenburgen abgelöst wurden, und zeigt Verwandtschaft mit der freilich weit größeren Alteburg bei Blankenheimerdorf, der im 12. Jh. die Burg Blankenheim folgte. Zwischen Lampertsbach und Ahr erhebt sich ein langsam ansteigender Hügel mit stellen Flanken, der durch tiefe Gräben in drei Abschnitte unterteilt ist. Das Umfeld wurde durch sumpfige Wiesen ausreichend geschützt.
Auf dem höchsten Hügel sieht man die Reste einer bis zu 2 m starken Ringmauer aus Bruchstein sowie Gebäudefundamente und Kellergruben. Gut erkennbar sind die Grundmauern eines rechteckigen Hauses, in dem man das Hauptgebäude vermuten muss und ganz oben den Stumpf eines wohl runden Turmes. Demnach handelte es sich hier um einen kleinen romanischen Rittersitz in der einfachsten
Form der Ringmauerburg mit innen angebauten Wohn- und Wirtschaftsbauten, wie sie es In der Frühzeit der Burgenentwicklung zu Hunderten im Rheinland gegeben hat. Nach Lage und Größe war sie nicht entwicklungsfähig und hat nicht lange bestanden, zumal ihre Besitzer sich nicht gegen die stärkeren und gesellschaftlich höherstehenden Nachbarn behaupten konnten.
Ortslage: Dollendorf, Gemeinde Blankenheim, Kreis Euskirchen
Anfahrt mit dem Rad:
Anfahrt mit dem Auto:
Literatur:
Links:
Die Burganlage ist zu frei zugänglich. Bitte respektieren Sie die angebrachten Hinweisschilder und Naturschutzbestimmungen.
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