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Burg Ringsheim

Geschichte:
Das weitläufige Schloss Ringsheim liegt allein in der Feldflur, was für einen alten rheinischen Rittersitz sehr ungewöhnlich ist. Das zugehörige Dorf ist schon im 17. Jh. bis auf seine Kirche untergegangen. Ringsheim war sicher eine fränkische Gründung, aber eine Burg wurde erst anlässlich ihrer Zerstörung 1249 erwähnt. Gelegen zwischen Flamersheimer Bannwald und der Krönungsstraße, war Ringsheim strategisch wichtig und demzufolge stark umkämpft. Als Lehen von Köln war sie seit dem 13. Jh. Besitz der bedeutenden Herren von Ringsheim. Neben ihrer sehr großen Burg Ringsheim mit Dorf und Kirche besaßen sie ein Hauskloster in Schweinheim und außerdem die Burgen in Flamersheim und Lindweiler. Wegen Überschuldung mussten sie 1455 ihren Besitz an Johann Hurth von Schoeneck verkaufen, den Erbmarschall von Jülich.

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Mit dem Aussterben der Schoeneck im Jahre 1615 war das Lehen erledigt, wurde vom Erzbischof eingezogen und erst 1635 wieder an den Generalwachtmeister Johann Freiherr von Beck vergeben, dessen Sohn es schon 1656 an Philipp von der Vorst-Lombeck weiterverkaufte. Dieser, ein hoher kurkölnischer Beamter, baute das 1646 zerstörte Schloss mit beträchtlichem Aufwand wieder auf, nachdem er 1663 zum Freiherrn erhoben worden war. Dann verfiel das Schloss wieder, bis nach langem Rechtsstreit 1713 die Erben der Hurth von Schoeneck, die Freiherren von Harff zu Dreiborn, Ringsheim zugesprochen bekamen und erneut wiederherstellen mussten. Auf die Freiherren von Manteuffel (ab 1783) folgte 1791 der Freiherr von Dalwigk auf Flamersheim, und seitdem sind beide Schlösser im selben Familienbesitz geblieben, bis Ringsheim 1990 im Erbgang an Wennemar von Schaaffhausen fiel.

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Heute besteht Schloss Ringsheim aus Herrenhaus, innerer Vorburg mit angebautem Wirtschaftshof und dem Areal der großen äußeren Vorburg mit erhaltenem Grabenring, in der die Kirchenruine steht. Ansonsten sind von der äußeren Vorburg nur noch Reste von Mauern und Türmen bis Bodenniveau erhalten. Über die innere Vorburg erfolgt heute der Hauptzugang zur Schlossanlage; ihre Gebäude sind von innen an die türmebewehrte Mauer des 13. Jh. angebaut. Auf der hohen Inselummauerung der mittelalterlichen Hauptburg erhebt sich das eindrucksvolle Schloss des 17. Jh., von dem der Hauptflügel mit zwei großen Türmen noch steht. Bemerkenswert ist hieran die hofseitige Loggia, die nach 1861 zum Korridor zugemauert wurde, und der parkseitige Vorbau, der ebenfalls erst von den Bembergs zum Portal umgestaltet wurde. An die einstige Vierflügelanlage erinnern nur noch die kurzen hofseitigen Anbauten. Das Innere des von seinen Eigentümern bewohnten Schlosses ist ganz im großbürgerlichen Stil des späten 19. Jh. gehalten.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Flamersheim, Stadt Euskirchen, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 4) führen direkt um das Burggelände herum. Auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 7) ist nur ein paar hundert Meter entfernt.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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