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Burg Satzvey

Geschichte:
Die sicher bekannteste Burg der Region ist heute die Burg Satzvey. Sie verdankt ihren überregionalen Ruf nun keineswegs ihrer zweifellos malerischen Erscheinung, sondern den ungewöhnlichen Wegen, die ihr Besitzer, Franz-Joseph Graf Beissel von Gymnich, zu ihrer Erhaltung eingeschlagen hat. Statt mit einer zu kleinen Land- und Forstwirtschaft standesgemäß in den Untergang zu steuern, lockt er seit 1979 mit vielerlei Aktionen rund um die Burg wie Theaterspielen, Festlichkeiten, vor allem aber den weithin bekannten Ritterspielen ein zahlreiches Publikum nach Satzvey und konnte die angestammte kostenintensive Burg bis heute recht eindrucksvoll erhalten und als Mittelpunkt seiner Aktivitäten inszenieren. Das ist so neu nicht, denn jede Burg und gerade die zu Satzvey war seit jeher Showobjekt.

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Aus einer Vogtei über den Güterbesitz der Bonner Abtei Dietkirchen, den diese in Satzvey hatte, entwickelte das örtliche Adelsgeschlecht im Laufe der Jahrhunderte eine eigene Herrschaft. Während die Vogtei schon seit dem 12. Jh. besteht, wird ein Vogt erst 1368 mit Otto von Vey namhaft, der sich nach der Burg benannt haben dürfte. Seine Enkelin, letzte des Geschlechtes, brachte 1391 Vogtei und Burg an ihren Mann Heinrich von Krauthausen, der das noch existierende Burghaus erbaute. Die Satzveyer Vögte erweiterten allmählich ihren Einfluss und ihren Besitz, bis sie gegen Ende des 16. Jh. mit Friedrich Wilhelm Spies von Büllesheim alle Dietkirchener Rechte und Besitzungen in Satzvey und Firmenich ihr eigen nennen konnten. 1747 erwarb der Trierer Domherr Karl Kaspar von Gymnich Burg und Unterherrschaft, die 1825 an die Grafen Wolff von Metternich zur Gracht übergingen. 1944 fiel die Burg schließlich an die Grafen Beissel von Gymnich.

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Im Kern ist die Burg von Satzvey ein unverfälschtes gotisches Burghaus aus Bruchstein, zweigeschossig über hohem Sockelgeschoss. Das heutige dritte Wohngeschoss ist der alte Wehrgang mit runden Eckwarten. Dieser Bau stand ursprünglich frei im Wassergraben, der ihn von der unregelmäßig dreiseitigen Vorburg trennte. Von dieser ist noch der Mittelbau des Torhauses erhalten, der im 15. Jh. mit den zwei runden Ecktürmen verstärkt wurde. Dietrich Graf Wolff von Metternich zur Gracht begann 1880 mit dem Ausbau der Burg Satzvey zu einem modernen standesgemäßen Adelssitz. Er erweiterte das Herrenhaus zu den Hofseiten um zwei Anbauten mit sechs Räumen und einem Treppenturm, was den differenzierteren Lebensformen des europäischen Adels im 19. Jh. Rechnung trug und gleichzeitig den traditionellen Altbau als Kern und Denkmal erhielt und aufwertete. Die alte Vorburg wurde im englischen Stil fast ganz erneuert. Noch immer aber ist die alte Burg als bauliches und historisches Zentrum herausragend erkennbar.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Satzvey, Stadt Mechernich, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
Burg Satzvey

Burg Satzvey gilt als die Urburg aller Ritterspiele. Mehrmals im Jahr finden hier aber auch andere sehenswerte Spektakel statt.

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