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Burg Kleinvernich

Geschichte:
Heute erscheint Klein-Vernich als einfache vierflügelige Hofanlage mit umlaufendem Wassergraben, eine sogenannte Hofesfeste ohne ritterlichen Status in der Vergangenheit. Dennoch war zwischen 1610 und 1730 Klein-Vernich in den Ritterzetteln aufgeführt, und das bedeutet, dass ihre Besitzer, die Herren von Gürtzgen, wegen Klein-Vernich zum Landtag aufgeschworen wurden. Allerdings stellte der Amtmann von Euskirchen ab 1730 die Landtagsfähigkeit der Burg infrage, da sie den Anforderungen nicht entsprach. Sie war nämlich, wie eine Zeichnung von 1705 zeigt, zwar mit einem eigenen malerischen Herrenhaus versehen, dieses aber war sehr klein, bestand noch dazu aus unstandesgemäßem Fachwerk und war zur Unbewohnbarkeit verfallen.

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Ein bewohnbarer, befestigter Steinbau mit separater Vorburg aber war Voraussetzung, um als landtagsfähiger Rittersitz eingestuft werden zu können. Eine Vorburg hat es wohl auch in Klein-Vernich gegeben, wenn man der alten Zeichnung glauben kann: Ein freistehender strohgedeckter Wirtschaftsflügel seitlich des Herrenhauses ist in vergleichbar schlechtem Zustand dargestellt und wird als Rest eines dreiflügeligen Hofes zu werten sein, Grundlage des heutigen Hofes.

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Mit dem Edelherrensitz von Vernich, der einer gleichnamigen Familie des Hochadels bis 1342 als Domizil diente, hatte Klein-Vernich nur insofern zu tun, als es zu dessen 26 abhängigen Gütern gehört hatte und mit Vernich selber eben 1342 an den Markgrafen von Jülich ging (übrigens mitsamt der zugehörigen teilweise adligen Mannschaft). Nachdem nun Anfang des 18. Jh. die genannte spätgotische Kleinburg rettungslos verfallen war, erbaute man danach eine vollständig neue Hofesfeste, die nur noch durch den umlaufenden Wassergraben und das wappengeschmückte, in Stein gehauene Hauptportal auf ihre ritterliche Vergangenheit verweist.

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Ehemalige Burg Vernich
Die beiden Burgen Groß- und Klein-Vernich sind Nachfolger des viel älteren und bedeutenderen Edelherrensitzes Vernich, der südlich des heutigen Ortes Groß-Vernich am östlichen Erftufer lag. Der Name ist römisch-keltischen Ursprunges, die Edelherren von Vernich dagegen sind eine Nebenlinie des Hauses Tomburg. Die Familie von hochadligem Stand, die ohne weiteres als Keimzelle einer großen Herrschaft, ja eines Fürstentums hätten dienen können, aber starb aus. Die Burg wurde nicht mehr bewohnt, sie verfiel, und ihre niederen herrschaftlichen Rechte gingen auf die beiden anderen Burgen über. 1678 sollen die letzten Gebäudereste von französischen Soldaten zerstört worden sein.
Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Kleinvernich, Gemeinde Weilerswist, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 2) wie auch die "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 1) führen direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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