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Burg Zievel

Geschichte:
Burg Zievel liegt so frei und beherrschend in der Landschaft, wie man sich wohl eine mittelalterliche Ritterburg allgemein vorstellt. Aber die rheinischen Rittersitze sind normalerweise mit einem Dorf verbunden, da sie ja zu dessen Schutz dienen sollten und andererseits das Dorf die wirtschaftliche Grundlage für die Burg bot. Zievel dagegen ist weit älter als die meisten anderen hiesigen Burgen und war außerdem ein Sitz des Hochadels, der nicht so sehr auf die lokale Landwirtschaft angewiesen war.

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1107 wurde Zievel erstmals erwähnt als freies Eigentum der Grafen von Limburg. Über die Edelherren von Daun kam Zievel zusammen mit den Dörfern Lessenich und Rißdorf 1377 an die Ritter Schmeich von Lissingen, Ministeriale von Prüm. Johann Schmeich baute die Burg im heutigen Umfang. Im 15. Jh erwarb Karl von Metternich auf Sommersberg Burg und Herrschaft. Die Freiherren von Metternich aus Metternich machten Zievel zur Hauptresidenz, bis diese Linie Mitte des 17. Jh. ausstarb. Die Erben teilten die Burg und errichteten 1661 ein zweites Herrenhaus. Im 18. Jh. war die Burg verpachtet, seit 1766 an die Familie Krewel, die 1820 Burg und Ländereien kaufte und noch heute Eigentümerin ist.

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Die weitläufige Burganlage war ursprünglich in Haupt- und Vorburg getrennt und von Wassergräben umgeben. Die Zweiteilung wurde mit dem Bau des zweiten Herrenhauses 1661 aufgehoben, die Gräben seit dem 19. Jh. trockengelegt. Am einfachsten ist noch der mittelalterliche Bering der Vorburg zu erkennen, dessen Zugang an der Südostseite modern ist. Das Doppelturmtor des 15. Jh. ist an der Westecke erhalten und geht in eine Zwingermauer über, hinter der mit einem runden Eckturm die Gebäude der alten Vorburg ansetzen. Im weiteren Verlauf der Ringmauer stehen noch der Rest eines spätgotischen Wohngebäudes und drei Türme, der an der Nordecke ist untergegangen.

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Auch der Bergfried gehört zur Burg des Johann Schmeich, sein Burghaus ist im 15. Jh. durch ein neues ersetzt worden, das seinerseits für den Neubau des bestehenden barockisierenden Hauses 1825 abgebrochen wurde. Dieses schlossartige Gebäude ist nach Nordosten orientiert, es war eine Freitreppe geplant mit anschließendem Abbruch der östlichen Ringmauer. Dies unterblieb aus Geldmangel; die stattdessen gebaute Scheune wurde 1961 wieder entfernt. Mit der Einrichtung eines Golfplatzes gab man der Burg, die nach wie vor von den Eigentümern bewohnt wird, eine neue, hoffentlich zukunftsträchtige wirtschaftliche Basis.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Satzvey, Stadt Mechernich, Kreis Euskirchen

Anfahrt mit dem Rad:
Sowohl "Wasserburgen-Route" (Tour 6) wie auch "Euskirchener Burgenrunde" (Etappe 3) führen direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:


Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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