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Schloß Effeld

Geschichte:
Eine weitere typische niederrheinische Wasserburganlage ist Haus Effeld. Ganz malerisch erhebt sich das rechteckige Herrenhaus mit seinen drei Türmen direkt über dem Wassergraben. Eigenartigerweise wird das innere Grabensystem auf drei Seiten noch von einem weiteren eingefasst und gesichert. Wie bei vielen anderen Beispielen führt auch hier die Zufahrt zuerst zur sogenannten Vorburg. Sie ist bei Haus Effeld nur noch in Resten erhalten geblieben. Es gibt ein längsrechteckiges Gebäude mit dem Einfahrttor. Der Einfassung aus zugerichteten Quadern und dem flachen Dreiecksgiebel ist in das 17. oder 18. Jh. zu datieren. Nach Plünderung und Zerstörung mussten die Herren von Baexen das Haus weitgehend neu errichten lassen. Mit Heinrich von Baexen taucht der Name erstmals 1542 auf, als der Besitz zur Mitgift der ältesten Erbin des Besitzers gehört und daher an die von Baexen fiel.

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Die über dem Hauptportal eingemeißelte Jahreszahl 1606 verweist auf den Umbau des Wohnhauses. Passend zu den beiden über Eck gestellten quadratischen Türmen mit gedrungenen Schieferhauben wurde auf der Eingangsseite ein neuer Turm gesetzt. Er wird von einem separaten Schieferdach bekrönt. In dem Turm liegt der Hauseingang. Das Rundportal ist in eine Quaderarchitektur eingebunden. An beiden Seiten tragen Dreiviertelsäulen einen gestelzten Bogen. Den oberen Abschluss bildet ein Dreiecksgiebel. Torrahmung und die geschweiften Staffelgiebel deuten auf ihre Entstehung zur Renaissance.

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Dass der Kern des Gebäudes jedoch bis in die Gotik zurückgeführt werden kann, hätte man allenfalls an schmalen, stehend rechteckigen Quersprossenfenstern erkennen können. Fast alle Fenster sind jedoch im 19. Jh. verändert worden. Im Torturm wurde eine große, ovale Maueröffnung ausgebrochen. Grund und Boden gehörte damals einer in Brügge ansässigen Familie von Renne. Der Name Effeld, der jedem Spargelliebhaber auf der Zunge zergehen müsste, taucht 1256 erstmals in einer Urkunde auf. Die direkten Nachkommen des Philipp von Effeld lebten bis 1350. Danach gehörte es dem Siebert von Kessel. Seine Tochter heiratete wie schon erwähnt den Herren von Baexen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Effeld, Kreis Heinsberg

Anfahrt:

Literatur:

Links:

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