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Burg Adendorf

Geschichte:
Das unterhalb des heutigen Wachtberger Ortsteils Adendorf von breiten Wassergräben eingeschlossene und von Türmen geschützte Herrenhaus Schloß Adendorf stammt aus dem 17./18. Jahrhundert und nimmt noch heute unter einer ganzen Reihe solcher rheinischen Schlösser die erste Stelle ein. Ursprünglich trennte ein Wassergraben auch die Haupt- von der heute noch geschlossenen Vorburg, die, wie die meisten anderen Burgen auch, in einem ehemaligen Sumpfgebiet errichtet worden war. Der Grundriß geht auf eine Burg aus dem 14.Jh zurück. Allerdings gab es schon vor dieser Zeit in Adendorf befestigte Burganlagen. Gleich neben dem Schäfereihof an der Eckendorfer Straße befindet sich eine vier Meter hohe Motte - ein künstlich aufgeschütteter und befestigter Hügel - die vermutlich schon vor über 1000 Jahren zu einer zweiteiligen Burghügelanlage gehörte.

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Den Namen Adendorf führen Historiker auf den im 14. Jahrhundert geschriebenen Ortsnamen Aulndendorp (Irdenes) zurück. Damit wird die Vermutung belegt, daß in Adendorf schon im Mittelalter Töpferfamilien aus dem Westerwald nach Adendorf eingewandert waren. Nach anderen historischen Quellen wird der Namen Adendorf als "das Dorf des Ado, des Geschlechtsstarken", genannt. Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm ist Adendorf im Jahr 893 als "adelesdorpp" eingetragen.

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Einige geschichtlich verbriefte Daten über die Adendorfer Burgherren. Im Jahre 1282 herrschte Ritter Arnold von Adendorp auf der Burg. 1337 trug der Ritter Paul von Hüchelhoven sein Haus zu Auldendorp mit Gräben und Vorburg dem Markgrafen Wilhelm von Jülich als Offenhaus an. Nach einem Weistum aus dem Jahre 1404 war Adendorf ein gemeinsames "dominium" des Kölner Erzstiftes und des Herrn Wilhelm von Saffenberg. Mit in die Eigentumsverhältnisse tiefeingebunden waren die Kölner Erzbischöfe. Und durch deren Machtpolitik blieb so mancher von ihnen belehnter Burgherr nicht von kriegerischen Ereignissen verschont. Während eines Streites von Erzbischof Ruprecht mit dem Landgrafen Heinrich von Hessen, nahmen die landgräflichen Truppen 1476 die Burg Adendorf nach kurzem Sturmgefecht ein. Durch mehrfache Vererbung nach weiblicher Seite gelangte der Besitz um die Mitte des 15. Jahrhunderts für mehr als 300 Jahre an die Familie von der Leyen. Die war einst Rechtsnachfolger der früher sehr mächtigen Burggrafen zu Landskron mit vererbbaren Reichsministerialen. Seit 1829 befindet sich die einst als "schönster Adelssitz im Landkreis Rheinbach" beschriebene Burg im Besitz der Familie von Loe.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Adendorf, Gemeinde Wachtberg, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 2) führen an der Kirche in Adendorf vorbei, zur Burg muß hier rechts in die Von-Loe-Straße abgebogen.

Anfahrt mit dem Auto:
A 565, Ausfahrt Meckenheim-Merl, Gudenauer Straße ( L 158), 4. Kreuzung links Giermarstraße Richtung Adendorf, in der Ortsmitte hinter der Kirche rechts in die Von-Loe-Straße einbiegen.

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz. Ein Zugang von außen bis zur Zugbrücke ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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