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Burg Broichhof

Geschichte:
Der Rodderberg, ein etwa vor 150.000 Jahren erloschener Vulkan, ist der nördlichste Zeuge des Laacher Vulkangebietes. Im heutigen Naturschutzgebiet erhebt sich in der ehemaligen Tuffgrube ein "schwarzer Finger" aus Basalt, der Rest eines Basaltganges, der von mächtiger Schaumlava umgeben war.

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Mitten im einstmals sumpfigen Kraterkessel liegt der Broichhof, ein mittelalterlicher Adelssitzursprünglich eine Wasserburg. Wie die meisten anderen rheinischen Wasserburgen auch, war die Burg im 13./14 Jh. aus einer rund 200 Jahre zuvor errichteten Motte hervorgegangen. Einer Urkunde aus dem Jahre 1567 zufolge, war die 90 mal 35 m große Burg, bestehend aus Herrenhaus und Vorburg, zu dieser Zeit bereits verfallen und aufgegeben. Der Kölner Stift St.Gereon aber baute sie 1635 wieder auf und ließ das Gut bewirtschaften. 10 Jahre später wurde der erste Pächter Friedrich Weinreis der Hexerei und Zauberei angeklagt. Durch Intervention des Kapitels von St.Gereon wurde er durch Befehl des Kölner Kurfürsten aber vor der Hinrichtung bewahrt.

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Die Pächter der Güter des Adels und der Kirche wurden Halfen, Halbmänner oder auch Halbwinner genannt, weil bei der im Rheinland üblichen Pachtweise etwa die Hälfte des Ertrages abgegeben werden mußte. So hieß der Pächter des Broichhofes auch Broichhalfe. Weil Pächter geistlicher und weltlicher Güter in guten Erntejahren deutliche Gewinne erwirtschaften konnten, hatten die Halfen durch ihren Wohlstand ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Durch Erbpachtrechte suchten sie ihre Güter nachfolgenden Generationen der eigenen Familie zu sichern und ihre Kinder möglichst nur mit den Nachkommen anderer Halfen zu vermählen.

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Mit der Säkularisation wurde der Broichhof 1802 französisches Nationalgut. 1811 kaufte die heutige Eigentümerfamilie Schaefer den Hof, den sie schon seit 1688 gepachtet hatte. Bis 1900 wurde im Winter in den Gräben und Teichen des Broichhofes Eis geschlagen und an Hotels und Villenhaushalte der Umgebung verkauft. Seit 1966 befindet sich auf dem Broichhof eine Reitschule. Die Eigentümer haben mit der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Art gegenseitiger Nutzungsvertrag geschlossen, der das Naturschutzgebiet schützen und gleichzeitig den Reitsport ermöglichen soll.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Niederbachem, Gemeinde Wachtberg, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 3) führen durch das Naturschutzgebiet am einsehbaren Krater vorbei. Neben dem Broichhof befindet sich ein Reiterhof mit Restaurant. Der Broichhof liegt mitten im Krater des Rodderbergs und ist über die Vulkanstraße erreichbar.

Anfahrt mit dem Auto:
Von Bonn-Mehlem aus auf der B 9 über die Mainzer Straße auf der L 123 in Richtung Meckenheim. In Niederbachem an der Ampel links, und wieder links auf der Konrad-Adenauer-Straße bis zur Vulkanstraße, die direkt hinauf zum Krater führt. Da das gesamte Vulkangelände zum Naturschutzgebiet "Rodderberg" gehört, dürfen nur Anlieger durchfahren. Deshalb bitte rechtszeitig die angebotenen Parkplätze nutzen.

Literatur:
www.gut-broichhof.de

Links:
www.gut-broichhof.de

Bitte bleiben Sie innerhalb des Naturschutzgebietes unbedingt auf den Wegen und respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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