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Kloster Heisterbach - Burg Flerzheim

Geschichte:
Ein sehr geschichtsträchtiges Anwesen befindet sich vor den Toren Rheinbachs, am Ortsrand Flerzheims, der "Heisterbacherhof". Es handelt sich dabei um ein Klostergut der einst sehr mächtigen, im Siebengebirge gelegenen Abtei Heisterbach. Das im hervorragenden Zustand befindliche Hauptgebäude wird nach wie vor von sehr gepflegten, wunderschönen Gartenanlagen und Wiesen und Hecken umgeben. Ordensschwestern lebten und arbeiteten dort seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie pflegten Kranke und alte Menschen. Wie ein Band zieht sich über 600 Jahre das Wirken der Abtei Heisterbach in Flerzheim. Ende des 14. Jahrhunderts gehörten zu dem Abteihof zu Flerzheim 1 138 Morgen und damit gut ein Drittel des damaligen Dorfgebietes. Dazu kam 1415 noch der Ankauf des kurkölnischen Hofes in Flerzheim. 1670 gehörten dem übrigen Klerus außer Heisterbach nur noch 240 Morgen und nach dem Erwerb des fünften Hofes (Garienhof) im Jahre 1723 war der weitaus überwiegende Teil des Grundbesitzes in der Gemarkung Flerzheim in den Händen der Abtei. Flerzheim wies im Jahre 1794 genau 138 Häuser und 640 Einwohner aus.

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Der Abtei standen immer bedeutsame Herren-Rechte zu. Dazu gehörte das Patronat der Pfarrkirche, ferner ein eigenes Hofgericht sowie das damit verbundene herrschaftliche Untergericht. Die beriefen den Flerzheimer Schultheißen und später auch die diesen vorgesetzten Voigte. Sie sprachen für den Bereich Flerzheim bis hinauf nach Neukirchen/Sürst Recht und ließen vor dem Ort Galgen errichten. Sie konnten es sich leisten, den Kölner Erzbischöfen zu trotzen und ihre eigenen Rechte zu proklamieren.

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Das Ende der Heisterbacher Äbte kam mit dem Frieden von Luneville, der Übernahme des Rheinlandes durch die Franzosen. Alle Besitzungen auf dem linken Rheinufer gingen verloren. Kirchliche Besitztümer und so auch der Heisterbachhof wurden sekularisiert. In das Hauptgebäude zog der von den französischen Besatzungstruppen eingesetzte Maire von Rheinbach, Nachtsheim, mit seiner Familie ein. Später wurde der Rheinbacher Landrat Leopold Wolff Eigentümer. Von ihm erwarb der Landwirt Franz Josef Reuter das Anwesen, der es 1904 der katholischen Kirchengemeinde mit der Auflage schenkte, dort ein Kloster mit krankenpflegenden Ordensschwestern einzurichten und zu unterhalten. Im Laufe der letzten Jahrzehnte bewohnten verschiedende Orden den Heisterbacherhof.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Flerzheim, Stadt Rheinbach, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 5) führen unmittelbar auf dem Fliesweg am Gelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:
Flerzheim liegt zwischen Meckenheim und Rheinbach und ist über die A 565 - Ausfahrt Meckenheim oder A 61 - Ausfahrt Rheinbach erreichbar. Das Kloster Flerzheim liegt am Ortsrand am Fliesweg. Achtung: Hier steht eine Radarfalle !

Literatur:

Links:

Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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