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Burg Gudenau

Geschichte:
Die vollständig von Wasser umgebene Burg Gudenau ist die größte Burg in der Gemeinde Wachtberg. Sie liegt südwestlich von Villip an der engsten Stelle eines kleinen Tales und war früher Mittelpunkt des Drachenfelser Ländchens. Dieses Gebiet wies schon in den frühen Anfängen der rheinischen Geschichte eine sehr dichte Besiedlung auf. Die Schöhnheit der Landschaft allerdings dürfte nicht der Grund gewesen sein, vielmehr waren wildreiche Forste, fruchtbare Böden und viele Wasserläufe ausschlaggebend. Gegen die Annahmen, daß Burg Gudenau wie viele andere Burgen und Schlösser in der Voreifel und im Vorgebirge einmal als eine römische Befestigungsanlage errichtet worden sei, sprechen taktische Erwägungen. Die römischen Besatzer haben sich stets auf den Höhen, aber nie in einem tiefen, ungeschützten Tal niedergelassen. Im und um den Burgbereich wurden auch nie römische Funde gemacht.

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Als sicher gilt, daß die Gundenau schon Mitte des dreizehnten Jahrhunderts erbaut war. Damals gehörte die Burg zu den Lehensgüten des Grafen von Ahr-Hochstaden, der auf seinem Felsenschloß Altenahr residierte. Über weitsichtige Verhandlungen und Verträge wurde nach seinem Tod 1246 die gesamte Grafschaft mit allen Eigengütern und Lehen, Vasalien und Dienstmannen dem Erzstift Köln als ewiger und unveräußerlicher Besitz übertragen und im Dom zu Köln feierlich bestätigt. Lehnsherren des Kurstaates wurden unter anderen die Ritter von Gudenau im 14. Jh und im 15. Jh der Graf Godart vom Drachenfels. Damit verließ dessen Familie ihre Burg hoch über dem Rhein und gaben der heutigen Gemeinde ihren Beinamen: Drachenfelser Ländchen. 1659 wird der zur Gudenau gehörende Ort Villip zur Reichsherrschaft erhoben. Nach weiteren Besitzerwechseln gerät die Burg durch Erbfolge in den Besitz des Grafen Strasoldo, dessen Familien noch heute auf der Gudenau lebt.

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Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, erweitert und modernisiert. Namhafte Baumeister und auch Bildhauer, so der Architekt Gabriel von Seidel sowie der Bildhauer Professor Hildebrandt, waren dort tätig. Der Nachwelt erhalten blieb eine sehr schöne dreiteilige Wasserburg-Anlage mit einem wuchtigen, vierflügeligen Haupthaus mit zwei Ecktürmen und fünfgeschossigen Tor-Turm sowie einer ausgedehnten Vorburg mit Eckturm und Torbau - nicht zu vergessen der angeschlossene Park mit seinem alten Baumbestand.

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Um den Burgeingang noch mächtiger erscheinen zu lassen, benutzten die Architekten einen optischen Trick: Nicht die Entfernung sondern immer schmaler werdende Fenster suggerieren einen wesentlich höheren Burgturm.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Villip, Gemeinde Wachtberg, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 1) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 4) führen durch Villip. Zur Burg geht es an der Kreuzung mit Ampel (L 158 / L 267) auf der Straße Burg Gudenau 200 m den Hang hinter ins Tal.

Anfahrt mit dem Auto:
Villip liegt an der L 158 zwischen Bonn-Bad-Godesberg und Meckenheim (A 565 - Ausfahrt Meckenheim-Merl). Oberhalb der Ortschaft zweigt an der Kreuzung mit Ampel die Straße Burg Gudenau in Richtung Arzdorf ab.

Literatur:

Links:

Der Zugang in den Vorhof war bei offenem Tor in der Vergangenheit immer möglich, rechnen Sie aber mit einem unfreundlichen Hausmeister. Der beste Überblick über die gesamte Burganlage besteht von einem Feldweg aus, der von der Straße nach Arzdorf, nach der Rechtskurve, hinter der Mauer rechts abzweigt.

Burg Gudenau ist privat bewohnt. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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