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Burg Lüftelberg

Geschichte:
Das längst unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus der Burg Lüftelberg ist nach wie vor von einem tiefen Wassergraben umgeben und befindet sich in der Ortsrandlage des Wallfahrtsortes Lüftelberg, an der uralten Verbindungsstraße zwischen Trier und Bonn. Das Schloß stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ein großer Teil des Gebäudes ist allerdings sehr viel jünger, es handelt sich dabei um An- und Umbauten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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Urkunden über die Burgherren, deren Familien und Gefolgschaften sind bis aus dem 13. Jahrhundert vorhanden. Da werden unter vielen anderen die Ministerialen Cristianus und Winricus genannt. Aus dem Jahre 1358 stammt ein Kaufvertrag, wonach der Bonner Kanonikus Thiderich von Volmestein den Rittersitz samt Zubehör an die Brüder Johann und Conzen von Vischenich verkauft hatte. Die Brüder wiederum waren bald danach gegenüber ihrer Schwester Lysa sehr großzügig. Als sie 1376 heiratete, brachte sie ihrem Ehegatten Johann von Kinßweiler als Aussteuer das zur Burg gehörende Dorf samt Gericht, Äcker und Weinbergen mit in die Ehe. 1448 wurde von der Familie Vischenich die gesamte Herrlichkeit samt Zehnten und kirchlichen Rechten an die Eheleute Johann und Cäcila von Gymnich verkauft.

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In der Burg wuchs auch ein noch heute sehr bekannter Missionar auf, Johann Adam von Schall. Der gebürtige Kölner trat schon mit 20 Jahren in die Gesellschaft Jesu ein. Er reiste 1622 mit weiteren Ordensbrüdern nach China, wo er als Missionar, Mathematiker, Astronom und talentierter Techniker viele Jahre am Kaiserhofe in Peking lebte und zunächst hohe Achtung und Ehrerbietung genoß. Er konnte zwar keinen chinesischen Kaiser taufen, war aber in der Verbreitung des Christentums mit seinen Mitbrüdern überaus erfolgreich. Später aber erlitt der Missionar herbe Rückschläge und fiel bald in Ungnade. Er wurde eingekerkert und starb 1666 an den Folgen von Mißhandlungen und Leiden in den chinesischen Gefängnissen. Seine wissenschaftliche Instrumente wurden 1897 als wissenschaftliche Leistungen eines Deutschen von Peking nach Berlin überführt. Nach dem Friedensvertrag von Versaille im Jahre 1919 sind diese Peking zurückerstattet worden.

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Auf der privat genutzten Burg finden heute immer wieder Konzerte statt, die Räumlichkeiten sind auch für private Feierlichkeiten zu mieten. Gleich neben dem Burgeingang endet der Mühlengraben, das bei Meckenheim abgeleitete Wasser der Swist trieb die unterhalb der Burg gelegenen Mühle an. Lüftelberg erfreut sich alljährlich der Lüfthildis-Festspiele, die zu Ehren der Heiligen aus der Zeit Karls des Großen im Ort abgehalten werden.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Lüftelberg, Stadt Meckenheim, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Burg Lüftelberg liegt am westlichen Ortsrand von Lüftelberg und direkt am Weg sowohl der "Wasserburgen-Route" (Tour 1) wie auch der "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 5).

Anfahrt mit dem Auto:
BAB A 61, Ausfahrt Rheinbach, Richtung Meckenheim, an der großen Ampelkreuzung am Ortsende von Meckenheim links nach Lüftelberg abbiegen.
Anfahrt aus Richtung Bonn: BAB A 565, Ausfahrt Meckenheim, an der großen Ampelkreuzung am Ortsanfang von Meckenheim rechts nach Lüftelberg abbiegen. Am Ortseingang von Lüftelberg zweigt links die Petrusstraße ab. Da an der Burg keine Parkmöglichkeiten bestehen, parken Sie bitte hier und gehen zu Fuß hinter der Lüfthildis-Kirche links die Schloßstraße hinunter zur Burg.

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Allerdings werden hier von Zeit zu Zeit Konzerte veranstaltet. Einige Räume können für private Feiern gemietet werden.

Bitte respektieren Sie die Hinweisschilder und Privatsphäre der Bewohner.

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