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Schloß Miel

Geschichte:
Der Ort Miel wird erstmals in einer 1140 verfaßten Urkunde erwähnt, in der der Kölner Erzbischof Arnold I. das Verhältnis der Propstei Zülpich zur Abtei Siegburg bestimmt und dazu die Besitzungen aufzählt. An der Stelle, an der heute das Herrenhaus steht, soll sich einst eine befestigten Burganlage befunden haben, die von Rittern bewohnt wurde. Deren Nachkommen führten bis in das 16. Jahrhundert den Ortsnamen als ihren Herrschaftsnamen, ursprünglich als Ritter von Myle, später von Mile. Einer, Heinrich von Myle, wurde als Bonner Kanonikus bekannt. Ende des 14. Jahrhunderts ließ Konrad von Tomberg dort ein festes Schloß errichten, das 1396 dem Kölner Erzbischof als Lehen und Offenhaus übertragen wurde. Zu dieser Lehens-Herrschaft gehörten im 18. Jahrhundert 150 Morgen Ackerland, 20 Morgen Wiesen und 50 Morgen Wald, außerdem das ganze Dorf. Dazu gehörte auch das Recht, zur Kirmes einundeinhalb Tage den sogenannten Bannzapf, eine Abgabe von dem ausgezapften Wein und Bier, als Abgabe zu erheben. Ebenso erhielt die Herrschaft von jeder Schafherde im Dorf einen Mai-Hammel. Erträge brachten die Wassermühlenpacht und der Mahlzwang.

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1764 wurde die Burg an den preußischen Geheimrat von Räsfeldt verkauft. Dessen Sohn wiederum verkaufte das Anwesen 1768 an den kurkölnischen Minister Kaspar Anton, Freiherr Max von der Heyden, genannt Belderbusch. Dieser ließ mit seiner Lebensgefährtin, der Äptissin von Vilich, Johanna Gräfin von Satzenhofen 1770 das heute noch stehende Herrenhaus errichten.

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Nach ihm erbte sein Sohn, Karl Theodor Leopold Anton Graf von Belderbusch, die Herrschaft. Er nutzte es als Lust-Schloß und stellte sich dort nur ein, wenn er eben Lust und Laune hatte. Zum ihm 1785 verliehenen Grafentitel kamen viele andere hinzu. Er war kurkölnischer Geheimrat, Hof- und Regierungsrat, Amtmann zu Harth und Zülpich, bevollmächtigter Minister am Hofe zu Versailles und zuletzt Präfekt des Oise-Departement und Senateur. Von Graf Belderbusch ging die Burg an die Familien von Neufville und von der Leye über. 1897 wurde ein Kasseler Freiherr, Hugo von Kintzel, neuer Eigentümer. Erst 1991 endete die Adelskette. Drei Investoren übernahmen das Anwesen und bauten dort einen Golfklub aus.

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Das Schloß wurde im Jahr 2000 für die große Ausstellung "Der Riß im Himmel" saniert, die sich mit der Rainessance im Rheinland beschäftigte.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage: Miel, Gemeinde Swisttal, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 1) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 6) führen auf der Rheinbacher Straße direkt am Mieler Schloss vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:
Aus nördlicher Richtung: A 61 - Ausfahrt Miel, links auf der B 56 nach Miel. In der Ortsmitte rechts auf die Rheinbacher Straße einbiegen, die direkt zum Mieler Schloss führt.

Literatur:

Links:

Auf dem Burggelände befindet sich ein Golfclub mit öffentlichem Restaurant. Ein Zugang von außen ist jederzeit möglich. Das Schloß ist zu bestimmten Zeiten zu besichtigen.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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